Edit: Übrigens könnt ihr Dennis Mathei’s aktuelles Buch

“Oh my god – it’s music!:
Definition und Abgrenzung des Technostils
unter Berücksichtigung historischer, stilistischer und soziologischer Aspekte”

komplett und kostenfrei auf der Webseite des Epos-Verlages lesen – CLICK

Was ist Techno? Was ist Techhouse? Was ist Onbeat, Backbeat, Shuffle oder Four to the Floor? Auf all diese Fragen gibts im Interview Antworten von Dennis Mathei. Der Musikwissenschaftler erzählte uns ca. eine Stunde lang, was Techno aus musikwissenschaftlicher Perspektive ist und warum es sinnvoll ist klare Genrebezeichnungen (zumindest in der wissenschaftlichen ) zu benutzen. Desweiteren gabs ein ziemlich geiles Hardware-Liveset (kein Ableton) von Snitch. Im Anschluss ans Interview hat Dennis als DJ Diskotier noch aufgelegt. Summa sumarum 4,5h an toller Musik und wertvoller Information. Viel Spaß beim Schauen / Hören icon smile Was ist Techno? Eine musikwissenschaftliche Diskussionsrunde. Mit Dennis Mathei und Snitch Live! (19 23 Uhr, 15.06.2012)

Download (4,5h, MP3, 192kbs) – CLICK

Playlist: Was ist Techno? Berlin Mitte Institut 15.06.2012

Playlist: Techno Liveset @ Berlin Mitte Institut 15.06.2012

Dennis Mathei aka Diskotier (Feel Vergnuegen / Bochum)
Snitch Live ! (Concorde Club Rec, Berlin)


Moderation: Fresh Meat (Berlin Mitte Institut)

Zu Dennis’ Hintergrund und seinem frisch erschienenden Buch: 

Oh my god – it’s techno music!: Definition und Abgrenzung des Technostils unter Berücksichtigung historischer, stilistischer und soziologischer Aspekte

“Der Technodiskurs wurde maßgeblich durch die massenmediale Nennung des Begriffs in den 1990er Jahren geprägt. Bei genauerer Betrachtung erweist es sich jedoch als problematisch, dass Techno vielfach als übergeordnete Kategorie für sämtliche Stile elektronischer Tanzmusik steht und diese Sichtweise sogar Eingang in die wissenschaftliche Reflexion gefunden hat. Die verwendeten Definitionen treffen nicht die wirklichen Eigenschaften jener Musik, die innerhalb der Technoszene tatsächlich produziert, aufgelegt und medial dokumentiert wird. Das Ziel dieser Arbeit ist es nun, den Techno als eigenständigen Stil mit seinen Subgenres zu bestimmen. Dabei wird gezielt das musikalische Selbstverständnis der Technoszene in den Fokus der analytischen Betrachtungen gerückt, um die charakteristischen Merkmale dieses Stils herauszustellen. Die Ergebnisse werden mit anderen Genres der elektronischen Tanzmusik verglichen, um gemeinsame Elemente und Differenzen genauer zu benennen und einen wissenschaftlichen Diskurs mit präziseren Definitionen zu ermöglichen.”

Dennis Mathei, M.A., Musik- & Medienwissenschaftler, assoziiertes Mitglied des Promotionskollegs »Die Produktivität von Kultur«, DJ »Der Diskotier«.


omgtechnomusic Was ist Techno? Eine musikwissenschaftliche Diskussionsrunde. Mit Dennis Mathei und Snitch Live! (19 23 Uhr, 15.06.2012)



Comments

14 Responses to “Was ist Techno? Eine musikwissenschaftliche Diskussionsrunde. Mit Dennis Mathei und Snitch Live! (19-23 Uhr, 15.06.2012)”

  1. heinrich on Mai 30th, 2012 7:21 pm

    wird’s das auch zum nachträglichen anschauen noch online geben?

  2. Fresh Meat on Mai 30th, 2012 10:58 pm

    jupp

  3. Primel on Juni 19th, 2012 11:05 am

    zu dem Thema… etwas veraltet… aber gut von der kategoresierung —>http://techno.org/electronic-music-guide/

    und ich persönlich finde die Kategoresierung ist nicht unbedingt wichtig für den Hörer (Konsumenten) aber dafür doch sehr für den Producenten und DJ zur Orientiereung in der eigene Schaffensform, da jeder Stil seine Eigenarten besitzt (Geschwindigkeit, Soundanlegung, Rhytmik, Melodic etc.pp) auf die er auf der schaffenseben eingehen muss (wie gesagt ein drum´n´bass Stück passt schlecht in ein techno set ausser mit hartem cut)

    wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten !!!

  4. Fresh Meat on Juni 19th, 2012 12:19 pm

    danke für den link :-)

  5. Steffen Lepa on Juni 19th, 2012 4:39 pm

    *räusper*

    House ist in erster Linie dadurch direkt von Techno zu differenzieren, dass der Groove viel stärker ternär (angedeutet triolisch) ist und auf Call-and-Response-Strukturen (also 2-taktigen Sinnabschnitten, statt 4-taktigen) beruht, weil das Ganze historisch viel stärker von Black Music beeinfluss ist. Das schreiben übrigens auch Kodwo Eshun und Mark Butler (zwei wichtige Autoren in dem Kontext) so und man kann es auch analytisch an vielen Stücken zeigen. Schade, dass Herr Mathei darauf gar nicht eingeht, sondern eben orthodox musikwissenschaftlich von dem ausgeht, was man im Notentext sehen würde (Songstruktur, “Instrumentation”). Ein spezifischer Groove, also Micro-Timing, welches im Notentext nicht zu sehen wäre, ist aber gerade das stilbildende Element vieler Genres elektronischer Tanzmusik (übrigens wie Charles Keil zeigt, auch von Rock und Jazz und Funk), also würde man doch genau dort schauen müssen, um Unterschiede intersubjektiv festnageln zu können. Schade, Herr Mathei, Chance verpasst, wirklich die orthodoxe Musikwissenschaft hinter sich zu lassen… Vielleicht dann in der Habil? ;-)

    MFG,

    Steffen

  6. Steffen Lepa on Juni 19th, 2012 5:06 pm

    Nachtrag:

    Selbstverständlich kann man “Groove” auch musikwissenschaftlich greifen. Ist seit den 70ern auch ein empirischer Forschungszweig. Nur, Herr Mathei hat davon wohl leider nix gelesen ;-)

  7. Fresh Meat on Juni 19th, 2012 5:50 pm

    Interessante Einwände Stefan, bin gespannt was Dennis dazu sagt. Mir ist auch bei Dennis im Buch aufgefallen (aber auch schon damals bei Mark Butler aufgestoßen), dass Tracks in Noten dargestellt werden und man damit von einer ausreichenden Abbildung ausgeht. Waveforms und Bars finde ich für die Form der Musik wesentlich präziser, aber da gibts dann wohl keine gute Sprache für (bis eben auf Algorhyhtmen)?

  8. Primel on Juni 20th, 2012 10:26 am

    Naja Ternärität (lüstiges Wort) als hauptsächliche Unterscheidung und Abgrenzung von Techno zu Hous zu sehen finde ich Kritisch. Da sich auch Techno Subgenres wie z.B. Italotechno oder Minimal Techno gerade durch Verwendung dieser Rhytmiken auszeichnen. Damit ist die Bezugname von Microrythmen meiner Meinung nach viel entscheidender für die Deffintion der Subgenres, als für die Abgrezung der Hauptfamilien. Aber was weiss ich schon hab nie was drüber gelesen immer nur selber theoretisiert.

  9. Steffen Lepa on Juni 20th, 2012 11:36 am

    @Primel:

    Du wirst Dich aber umgekehrt schwer tun, ein House-Stück zu finden, dessen Groove nicht ternär ist ;-) ich denk, dass kann man schon als stilprägend sehen (das ist sicherlich nicht das einzige, aber schon ein sehr wichtiges Kriterium, Call-and-Response Struktur ist auch bedeutsam)

    @Freshmeat:
    Man könnte den zentralen Groove eines Tracks als 1, 2, 4, 8, oder 16 taktiges Quantisierungspattern darstellen, als Midi-Noten quasi, die Wellenform selbst ist ja relativ unbedeutend für die Frage..

  10. Steffen Lepa on Juni 20th, 2012 11:45 am

    @Freshmeat:

    da hätt ich doch glatt noch nen Vorschlag: Lad doch mal den Musikwissenschaftler Martin Pfleiderer ins Berlin Mitte Institut ein zum Thema “Was ist Groove?”, vielleicht hat der ja Lust, was Fachliches dazu zu sagen..

  11. Fresh Meat on Juni 20th, 2012 12:09 pm

    Steffen, wär ne Idee, mal schauen :-)

    Dennis meinte im Interview auch, dass man typische Ästhetiken wie House = fröhlich und discoide und Techno = düster ebenfalls musikwissenschaftlich nicht zuordnen könnte. Dabei hatte ich das z.b. noch bei der Barbara Volkwang gelesen, was denkt ihr?

  12. techni on September 2nd, 2012 9:57 pm

    techno m8 die schaide foicht

  13. Techno. Lesen, hören, fühlen. | zeitrafferin on September 12th, 2012 10:58 am

    [...] Viel Lesefutter bieten zudem die Seiten des Berlin-Mitte-Instituts, zum Beispiel “Was ist Techno? Eine musikwissenschaftliche Diskussionsrunde”. [...]

  14. Nils Ernst on Mai 6th, 2013 6:12 am

    @techni
    classy ^^

Thanks for reading !

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Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground





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