Good times, good times! The Boysnoize Records Label Show: Great and different music., not the usual techno and house stuff. Many genres and influences melted into new styles. From funk, to hiphop, to oldschool, jungle and 90s rave to deep house, techno and more: The Boysnoize nu-rave sound special @ Berlin Mitte Institut. With Strip Steve, E-Kreisel, 100Tons, Sacha Robotti and Fresh Meat. Steve's set was mindblowing. He offered a really nice insight on what Boysnoize might sound like. We also planned Housemeister to play on this show and represent the label, but he cancalled the date twice on short notice without giving reasons – just in case you are wondering. Anyways, with Steve we had a really nice and musicwise fantastic guy here. E-Kreisel and 100Tons played really nice supporting sets too: Warming up and getting you into bed. Although, especially the last was not so easy to manage, considering the Boysnoize Rec sound is more kind of "nu rave" icon smile Videos and Download: Boysnoize Rec Nu Rave Sound Special with Strip Steve, E Kreisel and 100Tons (7 11pm, Live WebTV, 28.06.2010)

Download the complete show here (4 hours, 192kbs, MP3) – CLICK


Boysnoize Rec Nu-Rave Sound Special with Strip Steve, E-Kreisel and 100Tons, 28.06.2010
by berlinmitteinstitut

Strip Steve (Boysnoize) – LINK E-Kreisel (Awesome, Spoiler) – LINK 100Tons (Fisn'n Slips, Golden Gate) – LINK

Moderation: Sacha Robotti & Fresh Meat

stripsteve bmi Videos and Download: Boysnoize Rec Nu Rave Sound Special with Strip Steve, E Kreisel and 100Tons (7 11pm, Live WebTV, 28.06.2010)

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Im Netz fand ich eine interessante Dokumentation (RIP! – A Remix Manifesto) über die kulturelle Praxis des "Remixens". In ihr geht nicht direkt ums Remixen, also die ganzen Finessen, Howto's und verschiedene "Best Practises", eine Geschichtes oder Ähnlichem. Es geht darum einer Argumentation Öffentlichkeit zu verschaffen, die sich gegen ein Copyright aus Zeiten des Industriekapitalismus wendet. Dabei wird ein kurzer Streifzug durch die Geschichtes des Copyrights gemacht, modernekulturindustrielle Auswüchse aufgezeigt und die Frage aufgestellt, inwiefern in der heutigen Zeit mit ihren "Power to the people"-Technologien solch ein Copyright überhaupt noch sinnvoll sei. Das Video soll einer politischen Perspektive auf die Nutzung kultureller Orientierungen Öffentlichkeit verschaffen, ein Argument finde ich besonders interessant:

Der Hinweis darauf, dass die Grundlage jedes kreativen Produkts Orientierungen zugrunde liegen, welche der kreative Akteur sich woanders besorgt, z.b. bei Werken oder auch beiläufigen Handlungsergebnissen anderer. Die Doku zeigt, wie selbst Walt Disney sich aus dem kulturellen Fundus der öffentlichen Orientierungen bediente und fleißig in den Micky Maus Comics "remixte", ohne sich dabei Gedanken über "Copyrights" machen zu müssen, bzw. die "freischwebenden", öffentlich zugreifbaren Orientierungen selbst als Material anzusehen, dass irgendwie geschützt sein sollte. Im Gegensatz dann zu den Produkten der eigenen Remixe, wie Micky Maus, wo sie streng verfolgen und sanktionieren, wie Orientierungen an der "Micky Maus" in den öffentlichen Spähren der Gesellschaft benutzt und verwertet werden.

Auch die musikalische Praxis Techno baut auf immer wiederkehrenden Mustern (kreativen Erzeugnissen) der Vergangenheit auf, die Produzenten neu variieren und zusammenbauen, an denen sie sich  orientieren: Der Loop, die Geschwindigkeit, das Grundgerüst, die Elemente des Tracks (Kickdrum, Bassläufe, Hihats, Percussion, Melodien, etc.), ihre Anordnung zueinander (typische Grooves), die Form des Tracks, die Rezeption im Club, usw, usf. Jeder Track ist also eigentlich ein Remix der Techno-Kultur. Würde jetzt jemand das Copyright an allgemeinen Mustern des Techno besitzen, wäre diese 'public domain', wie sie im Video genannt wird, nicht existent, und die Techno-Kultur in ihrer modernen Vielfalt und dynamischen Entwicklung vielleicht auch nicht. Somit zeigt das Video ganz wunderbar eine fundamentale Paradoxie des Copyright: Das einzelne Orientierungen der Kultur gegenüber anderen exklusiviert werden, um diese z.b. zu verwerten, zu schützen, klassische Erwerbsarbeit zu ermöglichen, etc.

Und das ist dann auch leider eine zentrale Frage, die uns die Doku nicht beantworten kann: Wie und weshalb werden diese Grenzen (Copyrighted; Ja/Nein) zwischen den Orientierungen gezogen? Welche dürfen copyrighted werden, welche nicht? Wie sind diese Grenzen zustande gekommen, welche Akteure waren wie, in welchem Maße und wie machtvoll daran beteiligt? Wieso darf jeder House produzieren, ohne verklagt zu werden? Aber der fertige House-Track soll dann ein geistiges Eigentum sein? Wieso besitzt niemand das Copyright an House? Wenn man das Urheberrecht an einem ganzen Track besitzen kann, wieso dann nicht auch von einem Musikstil? (Nicht, dass ich das befürworten würde, geht hier um analytische Dimensionen .. icon smile Techno: Eine Remix Kultur (Doku über Remix und Copyright, RIP! A remix manifesto) Wieso passierten diese Grenzziehungen so in der Vergangenheit und nicht anders?

In RiP: A remix manifesto, Web activist and filmmaker Brett Gaylor explores issues of copyright in the information age, mashing up the media landscape of the 20th century and shattering the wall between users and producers.The film’s central protagonist is Girl Talk, a mash-up musician topping the charts with his sample-based songs. But is Girl Talk a paragon of people power or the Pied Piper of piracy? Creative Commons founder, Lawrence Lessig, Brazil’s Minister of Culture Gilberto Gil and pop culture critic Cory Doctorow are also along for the ride.

An dieser Stelle auch noch ein Hinweis über die juristische Promotion von Till Kreuzer. Er beschäftigte sich mit dem modernen Copyright in seiner Doktorarbeit und fand Spannendes heraus. Das Lesen diesen Links lohnt sich, da euch dort folgendes erwartet:

In den nachfolgenden Überlegungen wird der Frage nachgegangen, welche Maßnahmen notwendig sind, um das Urheberrecht zu einem zentralen Regelungsprinzip für eine globale Informationsordnung weiterzuentwickeln. Ein Urheberrecht, das seinem Anspruch als „Magna Charta der Informationsgesellschaft“ gerecht wird. Es wird in dieser zukunftsgerichteten Betrachtung nicht um „Körbe“ oder die Auslegung von EU-Richtlinien oder völkerrechtlichen Verträgen gehen. Vielmehr sollen einerseits die wesentlichen Defizite des geltenden Urheberrechts und deren Folgen dargestellt und andererseits meine Vision für einen neuen konzeptionellen Ansatz des Urheberrechts skizziert werden. (Quelle)

Diese Mailingliste dient der Vernetzung und dem Informationsaustausch von Forschenden, die sich musikwissenschaftlich, musiksoziologisch oder auch aus der Perspektive anderer wissenschaftlicher Disziplinen mit der Erforschung der musikalischen Praxen elektronischer Tanzmusik oder der Szene/Szenewirtschaft befassen.  Relevante  (neue) Publikationen,  Studien, Links, Zeitungsartikel, Fragen, Diskussionen und Austausch bis hin zur Planung gemeinsamer Publikationen, Treffen und auch Konferenzen/Tagungen – jene sollen Gegenstand und Produkt dieser Kommunikationsliste sein und werden.

Nach Veröffentlichung meiner Diplomarbeit über die Produktion von Techno in Homerecording-Studios bekam ich einige Zuschriften von Forschenden mit Austausch- und Diskussionsbedarf, der sich vor allem persönlich per Email abspielte. Das zeigte mir zweierlei: Erstens, dass thematisch-spezifischer Vernetzungsbedarf besteht und zweitens, dass viele Techno-Beforschende ohne voneinander zu wissen arbeiten, obwohl sie bei wechselseitiger Kenntnis viel voneinander profitieren könnten.

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Bei meiner Recherche nach wissenschaftlichen Studien zur Techno-Szene stoße ich hin und wieder auf wirklich interessante bis kuriose Untersuchungen. Hier gebe ich mal eine kleine Auflistung wieder, da es sich kaum lohnen würde für jede einzelne Studie ein extra Posting zu schreiben. Gleichzeitig sind die Studien aber durchaus interessant, also los gehts:

Hier wurde untersucht, inwiefern Lautstärke und Alkoholeinfluss miteinander korrelieren und sich auf Lautstärkeschwellen auswirken. Dafür wurden 24 Meerschweine in 3 Gruppen aufgeteilt und White Noise bei einer Lautstärke von 105 dB (!!) 30 Minuten lang ausgesetzt. Ein paar wurden vorher zu Alkoholikern erzogen, anderen nur zu Gelegenheitssäufern. Die dritte Gruppe wiederum waren nervige Anti-Alkohol-Abstinentler, die "control group".

Das Ergebnis:

In summary, we have found that acute and chronic treatment of alcohol in combination with noise did not significantly exacerbate TTS or decrease DPOAE amplitudes relative to noise exposure alone.

TTS = Temporäre Schwellenänderungen / DPOAE = CLICK,

Eure Geräuschwahrnehmung wird also laut den Meerschweinchen durch Saufen nicht signifikant beeinflusst. Hier das ganze Abstract: (Read more…)



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