Barbara Volksweins Buch über die musikalische Praxis House/Techno ist als kostenlose Onlineversion lesbar – siehe hier. Sehr interessant für Studierende / Technoszenen-Beforschende / Journalisten auf der Suche nach Definitionsangengeboten für das scheinbare Mysterium Techno. Ihr Resümee (Kapitel 9 – Thats Techno!) hier:

That’s techno! Zusammenfassung und Ausblick (Barbara Volkwein, 2003, 187-191)

Wenn, wie im ersten Kapitel das Zitat von Jeff Mills dokumentiert, Techno eine Musik sein soll, die man sich nicht vorstellen kann, dann bezieht sich dies nicht auf eine unverstehbare Musik, sondern auf Sounds, die den (Pop)Musikhörern fremd und neu erscheinen. Techno hat besonders in den frühen Jahren seiner Existenz mit ungewöhnlichen Klängen und Klangzusammenstellungen überrascht. In der medialen Vermittlung wurde händeringend nach einem handlichen Begriffsrepertoire für die Erscheinung von Techno gesucht – bunt durcheinander gewürfelt war der Gebrauch des Technobegriffs für ein soziokulturelles sowie musikalisches Phänomen. Erst aus szeneinterner Sicht schälten sich die für die Musik adäquaten Klassifizierungen von Techno heraus: House, Acid, Techno, Gabber/Hardcore, Trance und Ambient bildeten bis Ende der 90er Jahre die tragenden Säulen elektronisch und computergestützt produzierter Clubmusik. Nicht nur in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung etabliert sich nun, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, die Unterscheidung von Techno und House als feststehende Größe, die rein musikalisch gesehen auch wesentlich ist. (Read more…)

Theodor W. Adorno’s und Max Horkheimer’s und klassischer Beitrag zur Theorie einer Massenkultur  (“Kulturindustrie”) findet nach wie vor noch Rezeption, jetzt gibt es ihren zusammenfassenden Text auf Scribd zum Lesen.  Gleich im Anschluss empfiehlt es sich den ein oder anderen kritischen Text zu Adorno im Netz zu lesen, einfach Suchmaschine anschmeißen. Denn “die” Kulturindustrie ist keinesfalls solch ein monolithischer Block, wie von Adorno dargestellt. Auch gibt es mittlerweile sehr gute Studien aus z.B. den Cultural Studies, die eine einseitige Manipulation  des Konsumenten widerlegen. Wem die Natürlichkeit seiner Konsumpräferenzen, sei es für Musik, Kunst, Essen oder anderes schon immer fragwürdig erschient, und er oder sie sich fragte, inwiefern genau diese eigentlich durch die “Kulturindustrie” aus Film, Radio, Fernsehen, Musik, Marketing, Promotion, usw. erst entstehen bzw. forciert werden, der wird dazu in diesem Klassiker der Frankfurter Schule einige Denkanregungen finden. Viel Spaß, sind übrigens nur fünf Seiten.

Der  Gesamteffekt der Kulturindustrie ist der einer Anti-Aufklärung; in ihr wird, wie Horkheimer  und  ich  es  nannten,  Aufklärung,  nämlich  die  fortschreitende  technische  Naturbeherrschung,  zum  Massenbetrug,  zum  Mittel  der  Fesselung  des  Bewußtseins.  Sie  verhindert  die  Bildung  autonomer,  selbständiger,  bewußt  urteilender  und  sich  entscheidender  Individuen. (Adorno, s.u.)

Adorno, T. Résumé über Kulturindustrie (Read more…)

Das haben Bernd Adamek-Schyma und Bas van Heur auf Basis einer von ihnen durchgeführten Studie (2006) herausgefunden. Die Ergebnisse veröffentlichten sie in kompakter Vierseitenform mit allerei Grafiken im zwölften Band des Nationalatlas Deutschland unter dem Titel “DJ-Kultur und elektronische Musik – unterwegs mit Laptop und 12-Inch“. Leider erfahren wir in dem Artikel nichts darüber, wie die Daten zustande gekommen sind. Den gesamten Bericht gibt es hier zum Runterladen.


Fish ‘n Slips meets Berlin Mitte Institut. There’s nothing more to say. Okay, we have Scheme for the late birds. But now, there’s nothing more to say. Samstag, 25.09.2010 ab 24 Uhr: Fish’n Slips avec, Wiesel & Captain K aka The Chosen Two (Powder & Louder), Fresh Meat (Berlin Mitte Institut), Who:be (FNS/GG), 100Tons (FNS), scheme (fiasko) – http://www.powderandlouder.de

http://www.goldengate-berlin.de/

Am 17. September 2010 ist das Potsdamer Concorde Club Label wieder im Morlox am Start. Neben ihren eigenen Jungs Mikrotune & Takter, Acidfactory und Gregor Sultanow sind als Gäste auch Andre Crom, Fresh Meat und Rekardo Revalo dabei. Back after our summer break we present a long night on two floors, glittering and glimmering with surprises in our lovely cool club Morlox in Berlin Friedrichshain.

concordeclub morlox 500 PX Profil 17.09.2010, Party: Concorde Club @ Morlox Berlin w. Andre Crom, Fresh Meat, Mikrotune & Takter + more (Read more…)

Bei Recherchen im Netz fand ich einen lesenswerten Beitrag der Musiksoziologin Dr. Sabine Vogt zum Wirtschaften in der Berliner Techno-Szene. Basierend auf ihrer Dissertation schrieb sie für Industrie-Kultur.de einen kurzen Artikel, die ich auch hier in der Rubrik “Wissen über die Techno-Szene” archiviert haben möchte. Daher bat ich um Erlaubnis den Text hier posten zu dürfen, und nun ist er hier. Voila!  Er gibt interessante Einblicke in die Situation Berlins in den 1990ern, quasi die “Rahmenbedingungen” für die Entwicklung der Berliner Techno-Szene. Deckt sich mit den Erzählungen der Akteure von damals, aber in dem Beitrag kompakter und zusammenhängender. Im Anschluss daran gibt intressante Gedanken dazu, warum sich die Berliner Techno-Szene in den 1990ern zunehmend professionalisierte und damit auch weiter kommerzialisierte.

Clubkultur als Clubwirtschaft – das Beispiel Berlin

Sabine Vogt, 21. Mai 2007

Berlin ist Anziehungspunkt und Schmelztiegel, ein Eldorado für Abenteurer und Jugendliche, gerade in Sachen Musik. Man improvisiert, arbeitet zusammen, tauscht sich aus, gründet Firmen und öffnet immer neue Clubs. In diese Kultur der Hauptstadt und ehemaligen Industrie-Metropole hat sich Sabine Vogt begeben. In ihrer Dissertation geht es um die Metamorphose von urbanen Industriekulturen in selbstverwalteten Kulturindustrien. Mit vielfältigen Perspektivwechseln zwischen der Rezeption und der Produktion von Popmusik macht die Autorin dem Leser klar, dass gerade diejenigen, die in postmodernen Idyllen und Alternativnischen unangepasst sein wollen, mit ihrer auf Musik bezogenen Lebensplanung zur erweiterten Reproduktion kapitalistischer Mentalitäten beitragen. Mit dem Ende der DDR ist Berlin zum Übergangsraum in vielerlei Richtungen geworden. Für einen historischen Augenblick stand die Stadt sogar im Mittelpunkt des Weltgeschehens: Nach dem Mauerfall am 9. November 1989 kam die deutsch-deutsche Vereinigung, am 20. Juni 1991 die Entscheidung für Berlin als Hauptstadtsitz, danach die Klärung von Eigentumsfragen sowie der Regierungsumzug. Zum alten Berlin-Gefühl gesellte sich nun ein neues: Gefühlsverwirrung zwischen Abschied und Aufbruch. Abschied allerdings, so schien es, war eine Vokabel, die es nur im östlichen Stadtteil gab. Ostberlins morbider Charme wich einer spekulativen Geschichtslandschaft, deren Bilder Ereignisse und Persönlichkeiten der lokalen, deutschen und auch europäischen Geschichte wiedergaben, die man hier seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht gesehen hatte. Was zwischen heute und früher lag, die DDR, schien auf einmal vergessen und ausgelöscht. (Read more…)

Party hard that Friday! Permanent Groove @ About:Blank with Daniel Dreier, Zadak & Kotelett, Cinthie, Fresh Meat and many more.

permanentgroove 500 PX Profil 10.09.2010 Party: Permanent Groove @ About:Blank w. Daniel Dreier, Zadak & Kotelett, Fresh Meat and more

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Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground

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