04.02.2012, Club Party: 6 Jahre Möbelrücken Extrem @ Ritter Butzke mit Piemont, youANDme, Fresh Meat + many more
January 31, 2012 | Dates: - Parties, Shows, Streams, Places where we DJ | 2 CommentsSechs Jahre gibt's Delikat Möbelrücken bereits, und die Erfolgsgeschichte will und will nicht abreißen. Ich selber bin, glaub ich, schon 3-4 Jahre als Resident-DJ dabei und freue mich jedes Mal aufs Neue. Habe bereits viele tolle Möbelrücken-Veranstaltungen erlebt, tolle DJ-Sets gehört, viele Freunde kennengelernt und selbst schon ein paar Tage lang Möbelrücken bespielt (wenn man die einzelnen Set-Zeiten zusammenzählt …
. Das Sechsjährige-Bestehen wird mit dem Gästen von Piemont und youANDme garniert, ansonsten gibt es viele, die uns mit ihrer schönen Musik und fabelhaften Sets die Stunden vertrieben haben. Vielen Dank an Andreas für bisherige tolle sechs Jahre, die Möbelrücken-Crew und die anderen Resident-DJs rund um A3000, Pitt & Bone, Hüftschwinger, Duasen und Cinthie
Andreas, auf weitere sechs Jahre !
#Blackfloor
Piemont (my best friend / plumbum)
youANDme (cocoon / rekids)
Soukie & Windish (liebe*detail / ursl)
Empro (homesweethome)
Hypnorex (sportbrigade sparwasser)
David Dorad (bachstelzen)
#Ölfasslager
Toni Haupt (telekollegen)
Fresh Meat (berlin mitte institute)
Vlada Janjic (b92 / belgrad)
Pitt (delikat)
#Wohnzimmer
Duasen (funkmachine)
Mitch Alive (soulclap! / funkstation)
#Holzhütte
Mensch gegen Maschine (delikat)
Hüftschwinger (möbelrücken)
Old Deli Bastards (delikat)
u.v.m. (Read more…)
Die religiösen Dimensionen der Techno-Szene
January 30, 2012 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur | 1 CommentWie bitte? Techno und Religion, was sollen denn diese Phänomene bitteschön miteinander zu tun haben? Gerade in der Techno-Szene bewegen sich schließlich viele IndividualistInnen und HumanistInnen, welche sich als "post-Papst", "post-religiös", usw. verstehen. Diese versuchen sich doch bewusst dem Einfluss institutionalisierter Religionen oder sonstweder religiöser Inhalte zu entziehen – und manche gehen sogar aktiv gegen diese vor. Man will sich doch nicht von diesen "falschen" und wissenschaftlich nicht verifizierbaren Inhalten ins eigene Leben reden lassen!
Nun, der Kulturanthropologe Dr. Graham St. John findet in diesen "post-traditionalen" Szenen elektronischer Tanzmusik dennoch zahlreiche religiöse Elemente und zeichnet diese in einem Überblickstext nach. Basierend auf der berühmten Thomas-Luckmann-These von 1967, nach der Religion mit der Individualisierung und Demokratisierung nicht verschwunden ist, sondern lediglich eine neue Sozialform angenommen hat, zeigt St John an vier Dimensionen der Technokultur die neuen Formen des Religiösen. Der wesentliche Wandel liegt in einem Abbau kirchlicher Religionen hin zu einer Privatisierung der Religion. Die großen Ideologien des Atheismus haben lediglich zu einer Invisibilisierung religiöser Formen beigetragen und kirchliche Formen von Religion zurückgedrängt, nicht aber die Religion als Teil menschlicher Existenz. Denn diese existiert nun als private, pluralisierte Formen in verschiedenen spirituellen Zusammenhängen, wie sie sich auch in Musikszenen wiederfinden lassen.
Um jedoch dem Ansatz von St John folgen zu können, muss man sich mit dem Religionsbegriff des Religionssoziologen Thomas Luckmann auseinandersetzen. Ansonsten ist jeder Zugang zur Interpretation seiner Deutungen vorneweg zum Scheitern verurteilt, da sich unser alltägliches Verständnis von Religion (z.B. als Verblendungsmaschinerie der Massen mit dem Motor des Glaubens, aber nicht der Wahrheit) vom Luckmann'schen deutlich unterscheidet. St John tut dies in seinem Text nicht, da dieser sich im wesentlichen an eine wissenschaftliche Community richtet, welche Luckmann's Thesen kennen. Und auch aus einer kurzes Darstellung des Religionsbegriffes von Luckmann wird der normale Lesende, so fürchte ich, nicht schlau. Mithilfe von Ingo Mörth zitiere ich diesen folgend, weise aber gleichzeitig drauf hin, dass das Lesen von "Die unsichtbare Religion" notwendig sein wird.
Aus einer Rezension einer Neuauflage des Klassikers "Die unsichtbare Religion" von Ingo Mörth (PDF-Link):
'Spannend ist nach wie vor das Sich-Einlassen auf die Grundüberlegung Luckmanns zur zentralen Frage der Religionssoziologie, nämlich "Ursprung, Funktion und Gehalt" (Dux) der Religion. Transzendenz des biologischen Wesens, Vergesellschaftung der Gattungsmitglieder durch die"Weltansichten" einer soziohistorisch gegebenen Kultur und Individuation der Personen zu Menschen mit selbstreflexiver Identität: das sind die anthropologisch begründeten funktionalen Fundamente des "Religiösen", ja die ersten, universellen Formen überhaupt:
"Die Individuation des Bewußtseins und des Gewissens eines historischen Individuums geschieht weniger durch eine originäre Neuerschaffung von Weltansichten als durch die Internalisierung einer schon vorkonstruierten Weltansicht … Hatten wir vorhin die Weltansicht als eine universale gesellschaftliche Form der Religion definiert, so können wir entsprechend die persönliche Identität als eine universale Form der individuellen Religiosität definieren." (Originalzitat, S. 109)
Weltansicht = Religion/Religiosität = persönliche Identität lautet die Luckmannsche Gleichung, an der er im Text der "Unsichtbaren Religion" auch keinen Zweifel läßt:
"Nicht einzelne Deutungsschemata (als Bestandteile der Weltansicht, I.M.) erfüllen eine religiöse Funktion. Es ist vielmehr die Weltansicht als ganze, als einheitliche Sinnmatrix." (S. 93); "
Wir sagen, daß der Organismus zur Person wird, indem er seine Natürlichkeit transzendiert. Daraus folgern wir, daß es sich um einen grundlegend religiösen Vorgang handelt." (S. 87) '
Die Technokultur bietet uns zahlreiche Möglichkeiten uns als individuelle und autonome Identitäten wahrzunehmen und dies als Letztdeutung das Wesen des Seins zu wahrzunehmen. Sie offeriert Deutungsspielräume uns fundamental zu verstehen, was uns ausmacht und was nicht – und das erfahren wir in ihren kulturellen Riten und Praxen. Diese speisen sich aus historischen Deutungsräumen und entsprechenden Weltsichten des z.B. Humanismus oder Individualismus, die uns vorgeben zu sagen, was wir wirklich sind, was uns im Kern wirklich ausmacht. Diese Wirklichkeitsangebote des Individuellen und Autonomen, des Herrschens über sich selbst, gelten in diesem Falle als Letztdeutungen. Während uns in Kirchen starre Religionen Auskunft darüber geben, was uns als Menschen und was die Welt an sich ausmacht – so erfahren wir dies heute in pluralisierten Praxen individualistischer Szenen und spiritueller Selbsterfahrung durch Clubbesuche, Tanz, Musik, Drogen, Selbstverwirklichung, usw. Und das ist gleichzeitig ihr religiöser Charakter, die Momente der Sinnkonstruktion, die uns Auskunft darüber geben, was wir sind, wo unsere Grenzen liegen sollen, und was der vermutlich grundsätzliche Charakter von allem sein soll. Die religiöse Dimension menschlicher Kultur spendet Sinn, Identität und Zweck, gibt Ordnungsrahmen des Handelns vor und offeriert Antworten auf Fragen des Übernatürlichen und Transzendenten (z.B.: Es gibt keinen Gott, wir werden alle sterben, und die Seele lebt nicht weiter). Und diese macht sie in szenespezifischen Formen erleb- und erfahrbar (z.B.: Habe Spaß, das Leben ist nur kurz). Techno gibt uns als etablierte und lebendige Kultur eine Menge Orientierungen und ekstatischer Erlebnisse. Hinzu kommen standardisierte Rituale des Clubbings, Feierns und Auflegens, das starke körperlich-spirituelle Erlebnis beim Tanzen, die gefühlte Kollektivität auf der Tanzfläche, sich selbst auf der Party zu vergessen, das Verstehen von "Partyvibe", wenn der Dancefloor "am Kochen" ist, man sich in der tanzenden Masse aufgehen lässt, durch Drogen die Wahrnehmung verändert – das sind alles religiöse Formen der Spiritualität, Transzendenz und Außerkörperlichkeit (Ekstase). Zeit und Raum treten in Vergessenheit, die Party verzeiht dir alles, was vorher war und danach kommen wird, man lässt sich kontrolliert auf bestimmte Zeit fallen und von einer fremden Kraft treiben. Körper und Seele werden eins, der Unterschied zwischen dir und den anderen verschwimmt – das Erleben von Trance. Und vorne steht (jetzt übertreibe ich
der DJ als Priester auf dem Podest und steuert die Zeremonie Party mit seinen Werkzeugen.
Nach St John sind diese vier Dimensionen des Religiösen in der Technokultur:
"the cultural religion of EDMC expressed through ‘ritual’ and ‘festal’; subjectivity, corporeality and the phenomenological dance experience (especially ‘ecstasy’ and ‘trance’); the dance community and a sense of belonging (the ‘vibe’ and ‘tribes’); and EDMC as a new ‘spirituality of life’. Moving beyond the cultural Marxist approaches of the 1970s, which held youth (sub)cultural expressions as ‘ineffectual’ and ‘tragic’, and the postmodernist approaches of the early 1990s, which held rave to be an ‘implosion of meaning’, recent anthropological and sociological approaches recognise that the various manifestations of this youth cultural phenomenon possess meaning, purpose and significance for participants."
Den Text vom St John (2006) gibt es hier umsonst und komplett zum Runterladen, viel Spaß beim Lesen und Reflektieren
CLICK
(Electronic Dance Music Culture and Religion: An Overview)
Download: Connaisseur Label Show with Plasmik, Alex Flitsch & Martin Henkel (02.08.2007)
January 29, 2012 | Dates: - Parties, Shows, Streams, Download WebTV and Radio Shows | Leave a CommentDownload: Minus Label Show with Gaiser & Tractile (live) (21.06.2007)
January 29, 2012 | Dates: - Parties, Shows, Streams, Download WebTV and Radio Shows | Leave a CommentWhy club focused techno music has a hard time entering radio and popular music charts
January 26, 2012 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur, Social Media Techno Archive | Leave a CommentHere you maybe have a an easy answer: It is missing the 4 chords pattern that it takes to produce mass compatible popular music. But what about house and tech-house? Many house music melodies and groove patterns are based on very few chords too.
Download + Videos: Delikat Möbelrücken Partycrew Show (14.04.08)
January 26, 2012 | Dates: - Parties, Shows, Streams, Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur, Radio and WebTV Shows | Leave a CommentMit Pitt, Der E-Kreisel, Kandel, Andreas und Fresh Meat. Delikat Möbelrücken ist eine der beständig erfolgreichsten Techno/House-Partyreihen in Berlin. Seit 2006 bereits im Gange, ist jede Veranstaltung sehr gut besucht und stets ein tolles Erlebnis. Sie waren bei uns zu Gast in der Sendung, und das gibts jetzt hier nochmal zum Hören und Runterladen:
Download: CLICK
Laut, lauter, am lautesten / Der Loudness-War im Mastering
January 24, 2012 | Social Media Techno Archive | Leave a Comment"Der englische Ausdruck „Loudness war“ oder „Loudness race“ (im Deutschen etwa übersetzt mit „Lautheitskrieg“ oder „Lautheits-Wettrennen“) bezeichnet die zunehmende Tendenz der Musikindustrie, Musik in allmählich immer höheren Lautheitspegeln – nicht zu verwechseln mit Lautstärkepegeln – zu produzieren, um einen Klang zu erzeugen, der sich von dem anderer Künstler abhebt." (Quelle: Wikipedia)
Sound-Meister Monolake aka Robert Henke zeigt praktisch, wie sich der Wettbewerb um Lautheit auf Sound auswirkt:
Mastering – a step by step guide to good sound by monolake
























