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Erik Meyer hat seine soziologische Dissertation aus dem Jahre 2000 über die Techno-Szene als kostenlosen Download (Creative Commons) veröffentlicht – solltet ihr euch  anschauen. Insgesamt gibt sie einen guten Einblick über Strukturen der Techno-Szene der 1990er. Speziell setzt er sich mit der Frage auseinander, inwiefern  Techno-Szenen (trotz oder gerade wegen Individualisierung, Mediatisierung und Kommerzialisierung) einen neuen Ort des Politischen für Jugendliche darstellen.

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techno cover Die Techno Szene   Ein jugendkulturelles Phänomen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive (Dissertation, 2000, Erik Meyer)

"Das Buch untersucht anhand der Techno-Szene, ob die heutige Jugend politisches Engagement anders füllt, anders lebt, als die Jugendgenerationen vor ihr. Besonders Jugendlichen wird in den letzten Jahren häufig Politikverdrossenheit bescheinigt. Die Gründe, die dafür angegeben werden sind mit Schlagworten wie Kommerzialisierung, Mediatisierung und Individualisierung zu skizzieren, die sich bis in die Jugendstile hinein auswirken. Typisch erscheint in diesem Zusammenhang "Techno": Musik, die prägend ist für eine bestimmte Form der Gruppenbildung bei Jugendlichen, deutlich zu sehen beispielsweise in der "Love Parade", an der jährlich über eine Million Menschen teilnehmen. Das Buch geht der Frage nach, ob die Techno-Szene also einen neuen Ort des Politischen für junge Menschen darstellt und liefert mithin sowohl einen Beitrag zur Diskussion um den Wandel von Jugendkultur als auch zur politischen Soziologie posttraditionaler Vergemeinschaftungsformen."

Zum ersten Mal hat ein Techno/House-Produzent zusammen mit den Zuschauern/Hörern und Chatteilnehmern einen Techno- Track produziert – alles live im Radio und auf dem Videostream! Vom Klangdesign einzelner Töne bis zum Arrangement eines Tracks hat Florian Meindl (Flash, Trapez, MyBestFriend …) jeden einzelnen Schritt live für euch gemacht und genau erklärt, was er tut. Gleichzeitig gab er viele Tipps, was man beachten sollte.

Florian Meindl – They way it took us (Live produced during a WebTV session at Berlin Mitte Institut)

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Moderatoren der Produktionssendungen:
Florian Meindl, Fresh Meat, Kandel, Disko DNA

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Hier ein weiterer schöner Essay, welcher sich mit einem Aspekt von Techno bzw. Techno-Szenen befasst – dem Bösen. Die letzte von Helge Peters über urbane Hipster hattw euchbesonders zugesagt – ich denke, dass wird hier ebenfalls der Fall sein. Es ist schön zu sehen, wie Studierende "am Puls der Zeit" sich in Essays und Hausarbeiten auf kompakte Art mit modernen Themen befassen, Wissen zusammenfassen und Thesen entwicklen, welche auch für größerer Öffentlichkeiten aufklärend und orientierend wirken können. Wer von euch ebenfalls interessante Essays zu Techno/Szene in der Schublade zu liegen hat – immer her damit. Die Welt wartet darauf ! Nun aber zum Technobösen.

In dem Essay von Felix Saible geht es darum die kulturell sinnstiftende Institution des Bösen für die musikalische Welten des Techno zu durchleuchten. Er führt euch auf eine kurze böse Kulturgeschichte und landet bei der Interpretation von bösem zeitgenössischem Techno. Das Essay ist gespickt mit zahlreichen interessanten Thesen, sodass es ordentlich Diskussionsstoff geben sollte. Er wurde im Rahmen des Masterstudiengangs "Religion-Wirtschaft-Poiltik" (April 2011) angefertigt. Viel Spaß beim Lesen! (Download Text als PDF)

Felix Saible – Techno und die Ästhetik des Bösen

Wäre man dem Bösen auf der Spur, hier unten könnte man ihm begegnen. In den dunklen und engen Katakomben und Gängen mancher Technoclubs und den sie ausfüllenden, wabbernden Bässen, die nur von den rücksichtslos und monoton wiederkehrenden Schlägen der Kickdrum unterbrochen und in ihre Grenzen gesetzt werden.

Seit je begleitet das Böse den Menschen in all seinen Facetten und Ausprägungen. So zahlreich und wahllos, dass es in der Theologie wie auch in der Philosophie zu einem Begriff des Nicht-Fassbaren und Unbegreiflichen deklariert wurde. Es tritt urplötzlich in das Leben der Menschen und setzt dabei doch immer Gutes voraus; denn stets frisst es das, wogegen es sich richtet, zehrt daran oder lässt es langsam verblassen. Es ist ein Kontrastphänomen, wie Dalferth richtig schlussfolgert, und weder lässt es sich nur auf das moralisch Böse beschränken noch fällt es überhaupt in eine Erklärungskategorie und vielleicht liegt genau dort manchmal seine Grausamkeit. Seine unilaterale Existenz an sich ist eine Provokation, weshalb das Böse wohl auch so oft in der Kunst manifestiert und gar glorifiziert wird, und pointiert formuliert ist diese auch Ausdruck des Theodizeeproblems. Bis heute suchen die Menschen darin einen Sinn zu erkennen; jedoch muss der Zyniker die Ironie bemerken, gerade im größten Kontrast, ja im Widersinnigen einen Sinn erfragen zu wollen. Dies soll hier auch nicht weiterer Gegenstand sein. Continue reading “Techno und die Ästhetik des Bösen (Essay von Felix Saible, April 2011)” »

Am 15. April 2011 ab 11 Uhr gibt es im Archiv der Jugendkulturen wieder ein paar sehr interessante Vorträge, die ihr keinesfalls verpassen solltet – die ich mir natürlich auch anschauen werde. Los geht es mit Georg Fischer über "UK-Bass", anschließend referiert Florian Sievers von der Groove über das hochspannende Thema "Clubkultur in Afrika". Und als letzten dürft ihr dem Promovierende Sean Nye lauschen, welcher über "Konstruktion deutscher Identität in der elektronischen Musik" sprechen wird. Tolles Programm von 11 bis ca. 19 Uhr! Hier geht's direkt zur Anmeldung.

Archiv der Jugendkulturen e.V., Fidicinstraße 3, 10965 Berlin

11:00 Begrüßung und Einführung (Daniel Schneider/Archiv der Jugendkulturen)

11:15 – 13:00 UK-Bass – geschichtlicher und sozialer Hintergrund (Georg Fischer)

Der Vortrag verortet sich im Themenkomplex "Musikkulturen global und lokal" und nimmt den historischen Verlauf der Musikkultur in Großbritannien in den Fokus. Einerseits soll dabei gezeigt werden, wie sich das britische Bass-Paradigma musikalisch durch verschiedene internationale Einflüsse (aus Asien, Afrika, Amerika, europäisches Festland) wie auch durch Prozesse auf der Insel selbst entwickelt hat. Andererseits wird die Rolle der gesellschaftlichen Sozialstruktur in Großbritannien und besonders in London (relativ starres Klassensystem und große ethnische Vielfalt) thematisiert. Anhand historischer Entwicklungsstationen von originär britischen Genres (Drum'n'Bass, UK Garage und 2Step, Hardcore, Grime, Dubstep, Breakbeat) werden Verbindungen zwischen internationalen Einflüssen, sozialer Stellung und musikalischer Ausrichtung beschrieben. Gerade in London, als großer sozialer Schmelztigel mit großer ethnischer Verschiedenheit, bietet Musik beispielsweise für Menschen an den Rändern der Gesellschaft eine Möglichkeit zur Stiftung von Identifikation.

13:00-14:00 Mittagspause

Bei Interesse können TeilnehmerInnen des Seminartages in der Mittagspause die Räume des Archivs besichtigen, inklusive einer Führung durch Daniel Schneider.

14:00-16:00 Clubmusik in Afrika (Florian Sievers)

In Europa ebenso wie Afrika sind Clubs im Idealfall Orte des Andersseinkönnens, an denen Menschen spielerisch soziale, sexuelle oder ästhetische Identitäten erproben können. Die Ähnlichkeiten von Clubs auf beiden Kontinenten liegen nah, schließlich hat Clubkultur mit elektronischer Musik in Europa viele Grundzutaten einer gelungenen Nacht (repetitive Beats, selbstentgrenztes Tanzen, das Schamanistische) von afrikanischen Kulturen übernommen. Doch wie unterscheiden sich die Clubkulturen und ihre soziopolitischen Implikationen auf diesen beiden Kontinenten? Welche Bedeutung und welchen Stellenwert hat das Tanzen hier wie dort? Was bedeutet maschinelle Musik an Orten, an denen es niemals eine Industrialisierung gegeben hat? Und sind leerstehende Fabrikruinen oder bröckelnde Bunker akzeptable Orte für eine Party, wenn sowieso schon alles zwischen Hitze, Armut und prallem Leben zerfällt? Ein Vortrag über Clubkultur in Afrika – und die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede im Vergleich zu Europa.

16:00-18:00 Konstruktion deutscher Identität in der elektronischen Musik (eine Außenansicht) (Sean Nye)

Wie wird elektronische Musik und Techno als eine Tradition, als ein Erbe mit der Last der Vergangenheit, aufgefasst? Ist deren politisch-kulturelles Erbe regional? National? Global? Dies ist eine spannende Frage in Bezug auf eine Musik, die lange Zeit fest mit den neuesten Entwicklungen der Gegenwart und Vorstellungen von Zukunft verbunden war. Im Jahr 2009 fanden nicht nur Feiern und Diskussionen zu 20 Jahren deutscher Einheit statt, sondern auch das Thema "20 Jahre Technoszene in Deutschland" war wichtig. Auch diese Jugendkultur kann heute auf eine lange Geschichte zurückblicken. Präsentation und Diskussion fokussieren auf politisch-kulturelle Fragen, wie sie auch von verschiedenen Produzenten/DJs elektronischer Musik aus Deutschland thematisiert werden. Es geht dabei um hochspannende Interpretationen der Vergangenheit, die von deutscher Romantik über die Einflüsse amerikanischer Popkultur bis zu Techno selber reichen. Wichtig ist dabei immer auch der Umgang mit deutscher Identität in der Musik. Die Präsentation fokussiert u. a. auf Künstler wie Kraftwerk, Wolfgang Voigt (Gas, Love Inc.) und Uwe Schmidt (Atom TM), bei denen dieser Themenkomplex eine zentrale Rolle einnimmt. (Der Vortrag ist in englischer Sprache, die Diskussion kann aber auf Deutsch stattfinden.)

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In den letzten Wochen beobachte ich vermehrt, dass einzelne Musikschaffende sich zu Wort melden und die Auswirkungen moderner Musik-Technologien kritisch betrachten, welche mit dem Label der Demokratisierung für viele die Zugangsbarrieren zum Produzieren und Auflegen stetig senken. (Siehe Stefan Goldmann's Beitrag bei Silo, ein Interview mit ihm, die Luxusdiskussion des Freunde am Tanzen Podcast von Douglas Greed und auch das Interview mit dem Function-One-Eigentümer)

image.php 500 PX Profil Techno wird wieder Underground? Wirkungen moderner Techno Technologien.

 

Edith: Radio Fritz (Markus Richter) lud mich zum Thema in die Sendung Trackback ein und machte ein Interview – hier gibt's den Mitschnitt davon (ab 09:50): CLICK.

Viele möchten ein Stück vom Kuchen und gleichzeitig zum Kuchen beitragen: Tolle Tracks produzieren, die weltweit gespielt werden. Als DJ regional, national als auch international voller Prestige und mit guten Gagen auflegen. Oder auch einfach nur zum Spaß, ohne sonstige Hintergründe. Die Musiktechnologie-Produzenten kennen das schon lange und sehen wachsende Märkte: Musikproduktion und DJing wird immer intuitiver und zugänglicher für die Massen.

Hi ! Can you listen to and comment my track please ?

Hierbei allerdings von einer Demokratisierung (im Sinne von Teilnahme und Mitbestimmung in relevanten Szenenetzwerken) zu sprechen, scheint allzu euphorisch. Jener durch Senkung der Zugangsbarrieren gestiegene Wettbewerbsdruck sorgt dafür, dass etablierte DJs und Produzenten ihre ökonomische Selbsttragekraft zunehmend verlieren und nur wenige Nachrückende Zugang in die Szenenetzwerke erlangen – zusätzlich scheint das Mitgestalten von Techno über Produktionen seit einigen Jahren einen riesigen Boom zu erleben. Dabei entstehen viele Außenseiter, welche noch soviel produzieren und sich promoten können – für sie interessiert sich kaum jemand. Wir alle kennen sie als Musik-Spam. Zig Promos im Emaileingang, ständig Nachrichten über neue Releases und Tracks auf allen Kanälen. Deren Musik hören – oder sie gar auf Partys buchen – will trotzdem kaum jemand. Continue reading “Techno wird wieder Underground? Wirkungen moderner Techno-Technologien.” »

Ziel dieser Studie war es, Nutzungsmotive zu ermitteln, die heute aus Rezipientensicht beim Kauf von Vinyl-Schallplatten eine Rolle spielen. Zu diesem Zweck wurde eine standardisierte, schriftliche Befragung von Vinyl-Käufern durchgeführt, die eine nicht-repräsentative Stichprobe von 217 Befragten generierte. Es konnte herausgefunden  werden,  dass  Schallplatten über den Musikkonsum  hinaus, weitere  ästhetische, sozialpsychologische und praktische Nutzen ausüben. In der Gesamtbetrachtung werden vor allem ästhetische Qualitäten  (Optik,  Klang),  die  große  Angebotsvielfalt sowie die Möglichkeit, Schallplatten zum „Mixen und Scratchen“ zu benutzen als wesentliche Vorteile wahrgenommen.  Bei  einer  detaillierten  Analyse  der  Stichprobe  konnten  weiterhin  sechs  ganz  unterschiedliche  „Motiv- Typen“ identifiziert werden, die wie folgt bezeichnet wurden:

1.   Die eingeschworenen Sammler 2.   Die desinteressierten Klangliebhaber 3.   Die systemkritischen Secondhand-Käufer 4.   Die nostalgischen Traditionalisten 5.   Die aufgeschlossenen Audiophilen 6.   Die modernen Querdenker Die Verschiedenartigkeit der unterschiedlichen Nutzergruppen hat gezeigt, dass Schallplatten- konsumenten nicht  als homogene  Masse zu  verstehen  sind.  Stattdessen  verfolgen  sie  mit  dem  Kauf  von Vinyl zum Teil sehr unterschiedliche   Motive.  Diese stehen  wiederum in einem engen wechselseitigen Zusammenhang  mit weiteren Merkmalen wie   zum  Beispiel dem Kauf-  und  Nutzungsverhalten oder der Aufgeschlossenheit gegenüber technischen Innovationen.

Download der vollständigen Arbeit hier: CLICK

Here is a rather rare video documentary on the Berlin techno scene from 1993, similar to Techno City 1993. Great insights and pictures, but don't even know it's name. "This lost classic, shot on 16mm in a wintry Berlin in 1993, explores the origins of the now monumentally massive German Trance and Dance music scene. With interviews with luminaries such as Dr Motte, Paul van Dyk, Laurent Garnier, Paul Browse, Mijk van Dijk and MFS label supremo Mr Mark Reeder this now legendary exploration into the underworld of what was the most significant force in driving dance music forward in the 20th century. It contains rare early footage of the 1991 and 1993 Love Parade, and of the now bulldozed Mutoid Waste Company land, E-Werk and Tresor – Berlin's legendary (and now closed) clubs that started it all in the former East Berlin. Directed by Ben Hardyment, this documentary is imbued with an uplifting and extremely positive energy – there are rumours of a film sequel in the pipeline, but for now, sit back and enjoy 25 minutes of pure trance music history."

Folgend gibt es einen Text von Musikwissenschaftler Ansgar Jerrentrup aus dem Jahr 1992 – erschienen in “Beiträge zur Populärmusikforschung Band 12“. Der Autor führt uns in einige musikwissenschaftliche Aspekte der musikalischen Praxis “Techno” ein, verrät uns einiges über die “Techno-Macher” bzw. “Techno-Produzenten”, einige die Akte der Musikproduktion und über das “Techno-Event”.

Download PDF: CLICK

Ursprünglich wollte ich in diesem Text die Positionen der einzelnen Panel-Teilnehmenden zusammenfassend darstellen. Beim Durchhören des Mitschnitts wurde mir aber klar, dass dies in diesem Kontext nicht zufriedenstellend (für mich und die Teilnehmenden) geschehen kann. Die vollständige Diskussion kann aber online auf Soundcloud nochmals gehört und (hoffentlich) auch diskutiert, weitergeleitet und an andere Stelle aufgegriffen werden. Somit beschränke ich mich auf ein paar Gedanken, die ich aus der Paneldiskussion, den Vor- und Nachgesprächen und meiner Szeneteilnahme für mich hervorhebe.

Download der Paneldiskussion / Besser lesbareres PDF runterladen

Link zum ursprünglichen Paneltext / Link zur BerMuDa-Webseite

Da besonders die Aspekte der szeneseitigen Verdrängung – als eine Komponente des Großphänomen "Verdrängung" – während des Panel kaum debattiert wurden, widme ich mich dem im letzten Abschnitt des Textes verstärkt. In der Auseinandersetzung mit dem Thema wurde für mich deutlich, dass es sich um kein isoliertes Phänomen handelt, welches konsequenzlos gehandhabt werden kann. Von Verdrängung sind verschiedene Bevölkerungsgruppen in unterschiedlicher Weise betroffen, indem sie Verdrängung schaffen und (teils unabsichtliche aber akzeptierte) problematische Konsequenzen füreinander dabei produzieren. Kurzum: Verdrängung scheint ein Phänomen zu sein, in welchem sich gesellschaftliche Widersprüche und Interessenskämpfe als konfliktreiche Probleme der modernen ausdifferenzierten und stets individualisierenden Gesellschaft verstehen lassen.  Zuerst werde ich erläutern, wie es zum Thema und der Fokussierung der Paneldiskussion kam. Anschließend werde ich in kurzen Abschnitten ein paar Erkenntnisse aus der Diskussion aufgreifen (Das Verhältnis von Stadtpolitik und Techno-Szene, Heterogenität von AkteurInnen, der widersprüchliche Freiraumbegriff, das „Pionierdilemma“) und schließlich ein paar Gedanken zu den Aspekten der Selbstverdrängung und des Selberverdrängens darlegen. Continue reading “Selbstverdrängung, selber verdrängen und die Widersprüchlichkeit von Freiräumen: Mitschnitt der und Überlegungen zur Paneldiskussion vom 05.11.2010 zur BerMuDa 2010” »

Der Soziologe und Stadtforscher Dr. Andrej Holm veröffentlichte in seinem Gentrification-Blog kürzlich einen sehr informativen und zusammenfassenden Beitrag zum gerade heiß diskutierten Thema Gentrifizierung, in dem er verschiedene Typen von Gentrifizierung umreißt. In einer Debatte voller explosiver emotionaler Meinungen stellt sein Artikel eine sachliche und öffentlich zugreifbare Bereicherung dar. Für die Techno-Szene stellt Gentrifizierung sich als sogenanntes Pionier-Dilemma dar, dem man aber – Holm folgend – mit grundlegenden Regulierungen seitens der Stadt beikommen kann. Das Pionier-Dilemma:

"Als typisches Muster von Gentrificationprozessen wird oft eine symbolische Aufwertung durch sogenannte Pioniernutzungen angenommen. In bisher vernachlässigte Viertel mit großen Leerständen ziehen dabei KünstlerInnen und Alternativszenen ein, eröffnen Galerien, Kneipen und Clubs und tragen mit ihrer Anwesenheit und ihren Einrichtungen zu einem Imagewandel des Viertels bei. Aus einer wohnungswirtschaftlichen Perspektiven wird ein bisher unscheinbares oder sogar schlecht beleumundetes Viertel so zu einer ‚besonderen Lage’, die Extrakosten bei der Vermietung rechtfertigt."

 

Freiräume für Bewegung – Interview mit Andrej Holm

Folgend der gesamte Text von Andrej Holm: Continue reading “Theorie: Gentrifizierung und die Berliner Techno-Szene (“Pionierdilemma”)” »


Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground

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Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground

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