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Folgend möchte ich euch einen weiteren Text zugänglich machen, der ein Teil einer Magisterarbeit ist. Unter dem Titel “Detroit Techno und die Frage nach der Hautfarbe” gab der Autor Daniel Schneider sie 2009 am John F. Kennedy Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin ab. Der folgende Text ist das siebente Kapitel, ein weiteres – bezüglich der Zusammenhänge von Detroit Techno und Hautfarbe – kommt noch im Laufe der nächsten Tage. Wer nicht so lange warten möchte, hier könnt ihr euch die Magisterarbeit komplett runterladen.

Folgend nun das siebente Kapitel, geschrieben von Daniel Schneider (M.A.)
Kontakt: deces (AT) web.de

Die Bedeutung von Detroit Techno in der europäischen Technoszene

Der Ort Detroit und die dort angesiedelte Musikszene sind bis heute zumindest in einem Teil der internationalen Technoszene von Bedeutung geblieben. So ist die Stadt – und Ähnliches gilt auch für Chicago – schon seit den 1990er Jahren ein fast mystisch verklärter Ursprungsort, eine Art Wallfahrtsort für viele DJs, Produzenten und Fans aus Europa1. Detroit ist Namensgeber für bis heute populäre Technosubgenres (Detroit Techno und auch Neo Detroit) und seit bald 20 Jahren beziehen sich immer wieder meist europäische Technoproduzenten auf diesen Ort. Der Name „Detroit“ und andere Bezüge auf die „Motor City“ sind beispielsweise beliebte Titel für dann meist auch in einem an Detroit Techno erinnernden Stil produzierte Tracks2. Der in Europa wieder sehr populäre amerikanische (Deep) House wird heute außerdem vor allem von Produzenten aus Detroit definiert (s. Kapitel 4.2), allerdings ist auch das Interesse an Chicago House in den letzten Jahren wieder deutlich angestiegen3. Wie lässt sich nun die Sonderstellung von Detroit – um Chicago soll es hier weniger gehen, auch wenn hier ähnliche Mechanismen am Werk sind – innerhalb der Technoszene erklären?

Im folgenden Kapitel möchte ich aufzeigen, inwiefern der afroamerikanische Hintergrund von Detroit Techno in der europäischen (bzw. deutschen) Rezeption immer wieder, ob nun direkt oder indirekt, eine relevante Rolle spielt. Die Bedeutung von Detroit Techno hängt zwar nicht ausschließlich, aber meiner Ansicht nach doch zu einem signifikanten Teil mit dem afroamerikanischen Hintergrund der Produzenten zusammen4. Continue reading …

Diese Doku über die Entstehung von DJ-Kultur, House Music und Clubkultur in New York müsst ihr euch unbedingt anschauen.  Zeitlich beginnt sie Anfang der 1970er, als Disco gerade in der heißen Underground-Entstehungsphase ist und später, vor allem im “Paradise Garage”, langsam zur in New York geprägten “Garage House Music” wird – und endet Ende der 1980er mit der Schließung des Clubs “Paradise Garage”. Das Tolle an der Doku sind die authentischen Originalaufnahmen aus Clubs und Straßenecken von damals, die Kommentare der DJs, Clubbetreiber und Clubbing-Fans – und natürlich die grandiose Musik am Übergang von Funk, in Disco zu House. Sind alles Originalkommentare, die sehr beeindruckend zeigen, wie diese DJ-Kultur, wie wir sie heute für selbstverständlich halten, in eher marginalisierten Vierteln New Yorks aus einer Mischung von vorwiegend Gays, Afroamerikanern und Latinos entstand. Drei Clubs stehen im Mittelpunkt: “Gallery”, “Loft” und natürlich das berühmte “Paradise Garage” – quasi das Berghain New Yorks in den 70er/80ern.

Besonders der DJ Larry Levan wird portraitiert, da er durch seinen Musikgeschmack,  seine Musikselektion und sein Faible für Akustik/Lautstärke/Sound als wesentlicher Wegbereiter für Clubkultur und House, wie wir sie auch heute noch praktizieren, steht – und wie sie dann später in Chicago ausdefiniert wurde. Außerdem wird kurz Francis Grosso interviewt, der im New Yorker “Sanctuary” bereits Ende der 1960er das nahtlose Mixing, welches er damals “Changes” nannte, durch Crowdreading erfand. Er gilt als der erste DJ, der erkannte, dass das Publikum es durch Weitertanzen belohnt, wenn die Beats einen Songs mit dem vorherigen harmonisch ineinander übergehen – und dass gewisse hypnotische Effekte entstehen können, wenn der DJ es schafft über verschiedenen Songs (richtige Tracks gab es erst viele  Jahre später, der Clubsound der Anfangszeit bestand aus rhythmuslastiger Popmusik) einen konstanten Beat zu halten.

Wer möchte, kann sich danach noch eine erst kürzlich fertiggestellte Kurzdoko über die aktuelle  House-Szene New Yorks (2012/2013) von Resident-Advisor anschauen. Obwohl versucht wird irgendwas Faszinierendes herauszuarbeiten, wirkt das doch sehr trist – und weit weg von der Energie, die im New York der 1970/1980er Jahre pulsierte. Liegt vielleicht auch daran, dass wesentlich die Dope Jams Leute portraitiert werden. Scheinen zwar nett zu sein, aber ne lebendige Szene sieht anders aus. Gentrification. Sollte uns in Berlin eine große Lehre sein.

Real Scenes: New York

(PS: Ich habe die erste Doku natürlich nicht erstellt, aber hier hochgeladen, weil sie auf Youtube wegen Gemashizzle geblockt ist. Originaltitel: MAESTRO – the history of housemusic & club culture)

.. , und sich inspirieren lassen, dann kommt irgendwann das hier bei raus: Lokale Musikszenen werben für Global Player?  Tired of German techno? Try some Swedish metal. Und die passende Theorie dazu gibts von Timothy Taylor:The Changing Shape of the Culture Industry; or, How Did Electronica Music Get into Television Commercials?

germantechno 500x582 Wenn Werber gerne auf Techno Partys gehen ..

Adorno about Popular Music (now with english annotation)

Hand aufs Herz, wie viele  von euch beklagen sich, dass in manchen Clubs / auf manchen Partys die Gäste zu jung oder zu alt sind?


imover30 Altersbedingte Distinktion im Nachtleben

Wie das Portal allfacebook.com berichtete hat Facebook begonnen Veranstaltungseinladungen zu reglementieren. Jetzt dürfen Privataccounts nur noch 100 Leute auf einmal und nacheinander einladen, wenn die Gesamtzahl von 300 noch bestehenden offenen Einladungen nicht überschritten wird. Die kommerziellen Ambitionen der Techno-Szenewirtschaft dürften damit gedämpft werden, denn Masseneinladungen zu Clubveranstaltungen als auch Open Airs wurden zum zentralen Bestandteil von Party-Marketing. Nicht für alle, aber für die meisten. So mancher Veranstalter verfügte sogar über mehre Accounts, nur um einladen und NutzerInnen adden zu können. Veranstalter haben bisher  kommerziell und umsonst von einer Funktion profitiert, die von Anfang an nicht für kommerzielle Verwendung vorgesehen war, sondern für Empfehlungen und Einladungen unter Privatpersonen. Und damit scheints jetzt erstmal vorbei zu sein.

facebook einladungen Facebook limitiert Veranstaltungseinladungen   Konsequenzen für Techno Szenewirtschaft ?

Die Facebook-NutzerInnen werden sich freuen, denn dies bedeutet (erstmal) weniger Party-Spam. Die Szenewirtschaft wird vermutlich per Statusupdates, Chronikpostings und mehr Sponsored Ads reagieren, aber die Masseneinladungen werden sich damit nicht ersetzen lassen. Für die Partys selbst könnte dies zum Vorteil werden, da Facebook-Events oftmals als entsubkulturalisierend wahrgenommen werden, da die Einladungsfunktion nicht als Mundzumund-Propaganda-Tool genutzt wurde, sondern zur willkürlichen Einladung möglichst vieler NutzerInnen. Durch die Vermassung und Durchmischung des Publikums, bzw. dem Erreichen neuer rein konsumorientierter und jüngerer Zielgruppen, wurde oftmals eine gefühlte verminderte Attraktivität des Party-Geschehens beklagt. Aber ich vermute auch, dass Facebook das kommerzielle Marketing-Potential von Veranstaltungseinladungen zukünftig stärker nutzen wird; der Bedarf die Facebook-NutzerInnen für kommerzielle Events als Werbegruppe anzusprechen, und dafür dann auch bezahlen, ist groß.

 Facebook limitiert Veranstaltungseinladungen   Konsequenzen für Techno Szenewirtschaft ?Author info: Fresh Meat

Fresh Meat is the founder of the „Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik" web project, producing laid back webTV shows around the Berlin electronic dance music (EDM) scene, work and economy since 2006. He is spinning records in the universes of techno, minimal, techhouse, chillout and breakbeat music. Jan studied sociology at the Technische Universität Berlin and graduated with a thesis on the production of EDM in homerecording studios. He currently writes a sociologial dissertation on work in the Berlin EDM "underground" scene economy.

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Youtuber Domien Verschuuren durchstöberte Sample-Kits für Musik-produzenten – und fand auf einem einzigen (sogar in demselben Ordner), der “NuJazz City”, jene Trackelemente genauso, wie sie auch später durch Klangkarusselll in “Sonnentanz” benutzt wurden – woraus ein internationaler Hit wurde. Mittlerweile hat Universal (UMG) das Video wegen “Copyright Ansprüchen” sperren lassen. Gerade vor dem Hintergrund der im Video geäußerten Vorwürfe eine eher “delikate” Reaktion.


Edith 8: Das Video von Domien, welches von Universal auf Youtube gesperrt wurde, ist wieder online, und zwar auf Vimeo.

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Edith 7: Ein weiteres Sample wurde gefunden, Quinto hat mich drauf hingewiesen: Der sehr markante wabernde Bass-Synthie, wo manche bisher noch sagten “Na wenigstens haben se den selber gemacht“, stammt vom Nexus 2 Progessive Techhouse Sampling Pack (Min 3.24). Ergänzung: Kasparaitis in den Kommentaren meint, dass es sich hier wahrscheinlich um ein nachgebautes Sample handelt, sodass Klangkarussell vermutlich ihr Sample doch  nicht vom Nexus Pack haben, sondern jemand das Klangkarussell-Sample fürs Samplepack nachgebaut hat.

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Es ist zwar total üblich und akzeptiert, dass munter von solchen “Construction Kits” gesampled wird. Aber das künstlerische Selbstverständnis – eine Art informell aufrecht erhaltener Berufsethos der Musikproduzenten in Musikszenen – besagt, dass eine distinktive Eigenleistung auch beim Sampling gefordert wird, um sich das musikalische Ereignis als künstlerische und kommerzielle Eigenleistung anrechnen lassen zu dürfen. Und diese bedeutet, dass das Ursprungssample grundsätzlich verändert werden sollte, um nicht genauso wie das Original zu klingen. Klangkarussell haben zwar durch die Arrangierung als Loop und Track auch eine, in diesem Sinne, künstlerische Eigenleistung vorzuweisen; jedoch wird die Bekanntheit dieses Tracks eher auf die charakterischten und unveränderten Sampleelemente zurückgeführt, als auf das Arrangement und die Einpassung der Samples. Wer hat nun den Hit gemacht? Hört selbst: (Video gesperrt durch Universal)

'Sonnentanz' unmasked: nothing more than a construction kit…

Edith 6: Da Universal das erste Video sperren lies, hat sich weiterer Youtuber mit Klangkarussell’s Sampling-Praxis beschäftigt – und zeigt anhand der einzelnen Beispiele aus dem Sampling-Kit, wie Klangkarussell mit der “Sampling-Ethik” von Musikproduzenten brechen.

Die "Sonnentanz" Debatte

Btw: Ein ähnliches Phänomen gibt es auch bei der Benutzung von Presets aus Audio-Software von z.B. Ableton oder Cubase. Werde die ange-botenen Presets nicht lediglich als Inspiration benutzt, sondern beinahe 1 zu 1 in Musiktracks übernommen, sprechen Produzenten abwertend von “Preset-Techno”.

Edith 1: Mittlerweile ist in sozialen Netzwerken eine Debatte losgestoßen, die einerseits die Position vieler Musikproduzenten bestätigt und in der Wortschöpfung “Dieb House” kulminierte.  Also eine “unkreative” Handhabe mit den Samples kritisiert,  und dies mit “Dreistigkeit” und “unverdientem Erfolg und Geld” bewertet. Anderseits werden auch Positionen lauter die urteilen, dass sich der Track alleine schon durch seinen Erfolg legitimiert und solcherlei Samplingpraxis heutzutage zum Geschäft gehöre – also normal sei. Diese kulminierte in der Wortschöpfung “Samplepolizei“. Von den Mainstream-Medien wurde das Thema noch nicht entdeckt, bisher beschränkt sich die Debatte auf soziale Netzwerke.

Edith 2: Da deutlich wurde, dass die distinktiven Samples von “Sonnentanz” nicht durch das Copyright von Klangkarussell/Universal geschützt sind und 1 zu 1 vom NuJazz-Construction Kit gesampled werden können, haben sich die ersten Produzenten daran gemacht ihre eigenen Sonnentanz-Versionen zu kreieren. Z.B:

FRÜHLINGSMARMELADE – MONDTANZ

Edith 4: HA ! Von wegen. Jetzt wird es richtig interessant. Will man sich das Video per Hidemyass anschauen, kommt eine Sperre seitens UMG.  Universal hat das Video auf Youtube gesperrt – wieso nur?

umg sonnentanz 500x385 Sonnentanz unmasked: Klangkarussell haben das Charakteristische bei Sonnentanz unkreativ gesampled

Edith 5: Mittlerweile gibt es ein populäres Missverständnis der Debatte: Manche interpretieren, dass die Legitimität von Sampling generell infrage gestellt wird – und verweisen auf eine große Historie von Sampling. Das ist natürlich nicht der Fall, so ziemlich alle in Musikszenen sind Fans von Sampling. Die stattfindende Diskussion kreist um die Debatte, welche Formen des Sampling legitim sein sollen und welche nicht. Und je nach Position im kulturellen Feld elektronischer Tanzmusik, frei nach dem Soziologen Pierre Bourdieu, sind bestimmte Ansichten unter Fans und Musikproduzenten wahrscheinlicher als andere. Und diese Ansichten kollidieren über unterschiedliche Meinungen zu Sampling.

Mehr zur Reflexion über Musikproduktion in Homerecording-Studios gibts hier.

 Sonnentanz unmasked: Klangkarussell haben das Charakteristische bei Sonnentanz unkreativ gesampledAuthor info: Fresh Meat

Fresh Meat is the founder of the „Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik" web project, producing laid back webTV shows around the Berlin electronic dance music (EDM) scene, work and economy since 2006. He is spinning records in the universes of techno, minimal, techhouse, chillout and breakbeat music. Jan studied sociology at the Technische Universität Berlin and graduated with a thesis on the production of EDM in homerecording studios. He currently writes a sociologial dissertation on work in the Berlin EDM "underground" scene economy.

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Wer schon immer wissen wollte, ob man tatsächlich kreativ ist, der sollte folgenden kurzen Kreativitätstest von Niklas Luhmann probieren:

“Auf der ersten Stufe ist eine ganz einfache Verhaltensregel zu befolgen: Man nehme sein Gewissen und gehe in das Nachbarzimmer. Wenn man feststellt, dass der Nachbar Bücher liest, die man selbst noch nicht gelesen hat, und wenn man dann ein schlechtes Gewissen verspürt, ist man nicht kreativ. Man will ihn nachahmen. Wenn man dagegen feststellt, dass der Nachbar die gleichen Bücher liest wie man selbst und man dann ein schlechtes Gewissen verspürt, ist man vermutlich kreativ. Denn dann such man, vielleicht unbewusst, neue Wege.  Kreativität wird hier also über die Steuerung von Schuldgefühlen getestet. Allerdings ist dies nur die erste Stufe des Tests. Auf der zweiten Stufe gilt dagegen die Regel: Wer den Kreativitätstest anwendet, ist schon deshalb nicht kreativ; denn das zeigt, dass er interessiert daran ist, kreativ zu sein. Und das wollen ja schließlich alle.”

Weiterlesen über Kreativität? Kostenfrei lesbare PDFs:

Ulrich Bröckling: Über Kreativität. Ein Brainstorming. – LINK

Niklas Luhmann: Kreativität – LINK

Michael Horn von der Webseite Audio-Mastering-Guide hat 3 Ebooks über Mastering, Recording und Promotion für Musikproduzenten geschrieben und diese zum kostenfreien Download bereitgestellt. Mehrere hundert Seiten Audio-Fachwissen, und das ganz für lau. Jetzt müsst ihr euch nicht mehr in Internetforen mit angenervten Besserwissern rumschlagen, und die sich nicht mehr mit wenigwissenen Nixcheckern. Einfach Buch runterladen, am besten ganz durchlesen bzw. nachschlagen, was man braucht. Ich habe nur kurz mal drübergelesen; dort ist eine Menge Fachwissen zusammengetragen worden, welches Musikproduzenten nutzen können, um die Qualität ihrer Musik zu verbessern.

Mixing & Mastering
Ein Leitfaden zum Pre-Mastering, Mastering und Mixing

>> Download PDF

Recording, Mikrofone, Raumakustik
Ein Leitfaden zur Recording- und Mikrofonpraxis

>> Download PDF

Music-Promotion-Guide
Selbst-Promotion für Musiker und Bands

>> Download PDF

Meine Arbeit über Musikproduktion in Homerecording-Studios
adde hier einfach mal ganz frech:

>> Click

Das ist interessant: Das Unternehmen “Industrial Strange” versucht mithilfe der Grenzziehungen in Musikszenen besser “Clubwear” (sowas gibts tatsächlich noch) zu verkaufen, indem man die “Fuck Fake DJs” Zielgruppe definiert, sich mit ihnen, zumindest als Marketing-Kampagne, verbindet – und durch diesen Austausch offenbar hofft mehr Klamotten zu verkaufen. Ich vermute zur Zielgruppe gehören dann die Vinyl-DJs, die Anti-Guetta-Fraktion, ältere DJs die mit den Apple/Traktor-Praxen der jüngeren Generation nicht mehr zurechtkommen, usw. Dabei wird schlauerweise nicht vermittelt wer genau angesprochen werden soll, es geht schließlich lediglich um die Kommerzialisierung der Anti-Haltung. Diese Haltung wirkt nämlich  lebensweltlich ausgrenzend/exklusiv, und das ist nicht im Sinne kulturindustrieller Zielgruppenbildung, die aufgrund ihrer Ambitionen und Kostenstruktur auf Viele setzt und setzen muss.

fuckfakedjs 500x751 Kommerzialisierung einer Distinktion: Fuck Fake DJs

 Kommerzialisierung einer Distinktion: Fuck Fake DJsAuthor info: Fresh Meat

Fresh Meat is the founder of the „Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik" web project, producing laid back webTV shows around the Berlin electronic dance music (EDM) scene, work and economy since 2006. He is spinning records in the universes of techno, minimal, techhouse, chillout and breakbeat music. Jan studied sociology at the Technische Universität Berlin and graduated with a thesis on the production of EDM in homerecording studios. He currently writes a sociologial dissertation on work in the Berlin EDM "underground" scene economy.

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Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground

Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground

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