Erwerbsarbeit in der Berliner Techno-Szene (Exposè für die Dissertation von Jan Kühn)
August 23, 2010 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur, Jan Kühn Wissenschaft | 3 CommentsAm Promotionskolleg "Die Produktivität von Kultur" werde ich, gefördert durch ein Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung, ab Juli 2010 bis (geplant) Juli 2012 eine soziologische Dissertation mit dem Namen Arbeiten in der Berliner Techno-Szene: Die Vergemeinschaftungsform „Szene“ als Struktur für Erwerbsarbeit am Beispiel der Berliner Techno-Szene" an der Technischen Universität Berlin anfertigen. Betreut wird diese durch Hubert Knoblauch und Vinzenz Hediger. Bei Hubert Knoblauch schrieb ich bereits eine Diplomarbeit zur Produktion von Techno-Musik in Homerecording-Studios.
Dieses Promotionsvorhaben, angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Kunst-, Musik-, und Arbeitssoziologie, wird sich mit der Erforschung neuer Formen von Erwerbsarbeit am Gegenstand der Berliner Techno-Szene beschäftigen. Fern von gewerkschaftlicher Regulierung, spezieller beruflicher Ausbildung und auch häufig ohne formale Arbeitsverträge schafft sie vielen Szeneteilnehmenden übergangsweise und auch über eine jahrelange Dauer hinweg durch verschiedene Formen von Erwerbsarbeit eine strategische Grundsicherung, und darüber hinaus Karriereperspektiven. Herausgebildete Arbeitsidentitäten, wie der "Techno-DJ", "Booker" oder "Musikproduzent" sind dabei tief verwurzelt in symbolischer Arbeit kombiniert mit ökonomischem Kalkül, szenespezifischer Werthaltung kombiniert mit strategischem Verdienen von Geld, der Produktion von massenhaft konsumierbarer Ästhetik unter der marktwirtschaftlich-pluralisierten Bedingungen.
Erstes Ziel ist zu zeigen, wie die Vergemeinschaftungsform der Szene solche „losen“ Formen von Erwerbsarbeit schafft und stabilisiert. Zweites Ziel ist die Dokumentation der Arbeitspraxis und Arbeitsbedingungen zentraler Tätigkeiten (Techno-DJ, Booker, Produzent, u. A.). Wie bewerten sie diese ihre Arbeitsbedingungen? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus? Und schließlich drittens: Die Beantwortung der Frage, wie dauerhafte Szenearbeit durchgeführt werden kann. Welche Ansätze von Professionalisierung treten bereits auf? Wie hängt die Arbeitspraxis mit allgemeinen gesellschaftlichen Institutionen zusammen?
Zur Erhebung der Daten ist eine methodische Triangulation aus Autoethnografie, Experten- / biografischen Interviews und Videoanalyse vorgesehen. In der Promotion wird argumentiert, dass die Techno-Szene als modellhafte ökonomische Struktur unter den Bedingungen stetiger Individualisierung und technologischer Demokratisierung für neue Formen von Erwerbsarbeit auch für andere Bereiche verstanden werden kann.
Das gesamte Exposè kann hier heruntergeladen werden: PDF Kontakt Jan Kühn: Click
Archiv der Jugendkulturen, Abteilung: Rave- und Clubkultur
August 10, 2010 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur | 1 CommentBevor ihr zukünftig eure Techno-Schätzchen für wenig Geld bei Ebay verkauft oder gar wegwerft – bringt sie am besten bzw. schickt sie zum Archiv der Jugendkulturen e.V. Abteilung Archiv für Rave- und Clubkultur. Von CDs, über Magazine bis Flyer – dort wird alles für die zukünftige Erhaltung archiviert. Folgend die Ziele des Archivs:
(…) eine wissenschaftliche Grundlage zur Erforschung der Rave-und-Clubszene zu bieten und eine Anlauf- und Informationsstelle für ForscherInnen, JournalistInnen, MusikerInnen, Fans und andere Interessierte darzustellen. Dabei soll der Fokus nicht nur auf Techno als populärste Stilrichtung der elektronischen Musik liegen, sondern die gesamte Vielfalt der elektronischen Tanz-Musik mit ihren zahlreichen Spielarten und Genres zusammengetragen werden: House, Trance, Drum & Bass, Electro, Gabber, IDM, Industrial, EBM, Goa und vieles mehr. (Quelle)
Ausführliche Informationen zum Archiv: CLICK.
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Download und Videos: “Get Deep Into-Nu Disco” Show with Daniel Wang, Emil Doesnt Drive and Get Deep Crew (Live WebTV, 26.07.2010, 7-11pm)
Juli 16, 2010 | Dates: - Parties, Shows, Streams, Download WebTV and Radio Shows, Radio and WebTV Shows | 6 CommentsVon den 1970ern bis zu aktuellen Produktionen: In dieser Sendung gibt es einen kleinen Rundumschlag durch Disco, moderiert und umgesetzt von Daniel Wang, Emil Doesn't Drive,Nano, Smooth, Kandel und Fresh Meat. Beide haben viele ältere Disco-Scheiben gespielt, die sie sich teilweise auf Berliner Flohmärkten und in kleinen Plattengeschäften besorgt haben. Nano und Smooth von der Berliner Get Deep Crew fokussierten auf den Sound, der aus der Zeit stammt, in der sie mit ihm in Berührung kamen: Also aktuelle Releases., der Nu-Disco. So haben wir in der Sendung einen schönen musikalischen Rundumschlag durch mehrere Jahrzehnte Disco-Music, begleitet durch vielen interessante Kommentare von Daniel und Emil. Viel Spaß beim Genießen
– Leider kam es Probleme mit dem Video, sodass nur ca. 1h Videomaterial Online ist. Sorry dafür, die Technik … habe gerettet, was zu retten war.
Download full show (4 hours, 192kbs, MP3) – CLICK
Get Deep Into Nu Disco Soundspecial, 26. Juli 2010, 19-23 Uhr, Live WebTV
Daniel Wang (Rush Hour, Balihu)
Emil Doesn't Drive (Mirage)
Nano, Flamea, DJ Xing, Smooth (Get Deep Crew)
Moderierende: Fresh Meat & Kandel
Über Musikgeschmack lässt sich nicht streiten?! (Musikwissenschaft, Musiksoziologie)
Juli 6, 2010 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur | 6 CommentsJa, das hört man nun wahrlich öfters. Da ist ein Track noch so hart, noch so furchtbar, zu cheesy, zu langweilig, offensichtlich unkreativ oder schlecht produziert – und womöglich ist dieser dann auch noch in den Top 10 irgendwelcher Charts, die besten Freunde fahren tierisch drauf ab - und man selbst versteht die Welt nicht mehr.
Zeit sich zu fragen: Was ist eigentlich Musikgeschmack, wenn man sich über den der anderen echauffiert?

Zu diesem Thema gibt es bereits zahlreiche Veröffentlichungen. Bei meiner Recherche im Netz fand ich eine kostenlos zugängliche musikwissenschaftliche Diplomarbeit von Evelyn Hemmer, die sich der Aufarbeitung des Thema "Musikgeschmack" ein ganzes Kapitel widmet. Eigentlich dreht sich die Arbeit um "Die Veränderungen der Musikrezeption durch das Web 2.0 und deren Auswirkung auf die Musikpromotion", aber besonders spannend im Zusammenhang zu diesem Posting finde ich das Kapitel I "Musikrezeption und Musikgeschmack", Seite 6-25. Spätestens wenn ihr das gelesen habt, werden ihr auch andere Kapitel aus der Diplomarbeit lesen wollen. Nur zu, es lohnt!
Außerdem seid ihr dann bei der nächsten Diskussion über Musikgeschmack informiert. Wenn euch dann jemand vorwirft, "Du hast ja echt mal überhaupt keine Ahnung und einen richtig miesen Musikgeschmack", dann sagt ihr: "Moment mal, es gibt da eine Diplomarbeit von Eveyln Hammer im Netz und die sieht das folgendermaßen .."
Die komplette Diplomarbeit hier als PDF runterladen: CLICK
Evelyns Schlussfolgerungen lauten wie folgt:
"Zusammenfassend kann man sagen, dass Musikrezeption eine aktive Tätigkeit ist und zur Ausbildung des Musikgeschmacks führt. Der Musikgeschmack ist nicht willkürlich, sondern von verschiedenen Faktoren der Sozialisation abhängig. Darunter fällt auch die Prägung durch die Medien. Durch eine aktive Auseinandersetzung mit Musikmedien nehmen wir neue Musik passend zur Identität auf. " Continue reading “Über Musikgeschmack lässt sich nicht streiten?! (Musikwissenschaft, Musiksoziologie)” »
Videos and Download: Boysnoize Rec Nu-Rave Sound Special with Strip Steve, E-Kreisel and 100Tons (7-11pm, Live WebTV, 28.06.2010)
Juni 26, 2010 | Dates: - Parties, Shows, Streams, Download WebTV and Radio Shows, Radio and WebTV Shows | 12 CommentsGood times, good times! The Boysnoize Records Label Show: Great and different music., not the usual techno and house stuff. Many genres and influences melted into new styles. From funk, to hiphop, to oldschool, jungle and 90s rave to deep house, techno and more: The Boysnoize nu-rave sound special @ Berlin Mitte Institut. With Strip Steve, E-Kreisel, 100Tons, Sacha Robotti and Fresh Meat. Steve's set was mindblowing. He offered a really nice insight on what Boysnoize might sound like. We also planned Housemeister to play on this show and represent the label, but he cancalled the date twice on short notice without giving reasons – just in case you are wondering. Anyways, with Steve we had a really nice and musicwise fantastic guy here. E-Kreisel and 100Tons played really nice supporting sets too: Warming up and getting you into bed. Although, especially the last was not so easy to manage, considering the Boysnoize Rec sound is more kind of "nu rave"
Download the complete show here (4 hours, 192kbs, MP3) – CLICK
Strip Steve (Boysnoize) – LINK E-Kreisel (Awesome, Spoiler) – LINK 100Tons (Fisn'n Slips, Golden Gate) – LINK
Moderation: Sacha Robotti & Fresh Meat

Techno: Eine Remix-Kultur (Doku über Remix und Copyright, RIP! – A remix manifesto)
Juni 22, 2010 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur | Leave a Comment
Im Netz fand ich eine interessante Dokumentation (RIP! – A Remix Manifesto) über die kulturelle Praxis des "Remixens". In ihr geht nicht direkt ums Remixen, also die ganzen Finessen, Howto's und verschiedene "Best Practises", eine Geschichtes oder Ähnlichem. Es geht darum einer Argumentation Öffentlichkeit zu verschaffen, die sich gegen ein Copyright aus Zeiten des Industriekapitalismus wendet. Dabei wird ein kurzer Streifzug durch die Geschichtes des Copyrights gemacht, modernekulturindustrielle Auswüchse aufgezeigt und die Frage aufgestellt, inwiefern in der heutigen Zeit mit ihren "Power to the people"-Technologien solch ein Copyright überhaupt noch sinnvoll sei. Das Video soll einer politischen Perspektive auf die Nutzung kultureller Orientierungen Öffentlichkeit verschaffen, ein Argument finde ich besonders interessant:
Der Hinweis darauf, dass die Grundlage jedes kreativen Produkts Orientierungen zugrunde liegen, welche der kreative Akteur sich woanders besorgt, z.b. bei Werken oder auch beiläufigen Handlungsergebnissen anderer. Die Doku zeigt, wie selbst Walt Disney sich aus dem kulturellen Fundus der öffentlichen Orientierungen bediente und fleißig in den Micky Maus Comics "remixte", ohne sich dabei Gedanken über "Copyrights" machen zu müssen, bzw. die "freischwebenden", öffentlich zugreifbaren Orientierungen selbst als Material anzusehen, dass irgendwie geschützt sein sollte. Im Gegensatz dann zu den Produkten der eigenen Remixe, wie Micky Maus, wo sie streng verfolgen und sanktionieren, wie Orientierungen an der "Micky Maus" in den öffentlichen Spähren der Gesellschaft benutzt und verwertet werden.
Auch die musikalische Praxis Techno baut auf immer wiederkehrenden Mustern (kreativen Erzeugnissen) der Vergangenheit auf, die Produzenten neu variieren und zusammenbauen, an denen sie sich orientieren: Der Loop, die Geschwindigkeit, das Grundgerüst, die Elemente des Tracks (Kickdrum, Bassläufe, Hihats, Percussion, Melodien, etc.), ihre Anordnung zueinander (typische Grooves), die Form des Tracks, die Rezeption im Club, usw, usf. Jeder Track ist also eigentlich ein Remix der Techno-Kultur. Würde jetzt jemand das Copyright an allgemeinen Mustern des Techno besitzen, wäre diese 'public domain', wie sie im Video genannt wird, nicht existent, und die Techno-Kultur in ihrer modernen Vielfalt und dynamischen Entwicklung vielleicht auch nicht. Somit zeigt das Video ganz wunderbar eine fundamentale Paradoxie des Copyright: Das einzelne Orientierungen der Kultur gegenüber anderen exklusiviert werden, um diese z.b. zu verwerten, zu schützen, klassische Erwerbsarbeit zu ermöglichen, etc.
Und das ist dann auch leider eine zentrale Frage, die uns die Doku nicht beantworten kann: Wie und weshalb werden diese Grenzen (Copyrighted; Ja/Nein) zwischen den Orientierungen gezogen? Welche dürfen copyrighted werden, welche nicht? Wie sind diese Grenzen zustande gekommen, welche Akteure waren wie, in welchem Maße und wie machtvoll daran beteiligt? Wieso darf jeder House produzieren, ohne verklagt zu werden? Aber der fertige House-Track soll dann ein geistiges Eigentum sein? Wieso besitzt niemand das Copyright an House? Wenn man das Urheberrecht an einem ganzen Track besitzen kann, wieso dann nicht auch von einem Musikstil? (Nicht, dass ich das befürworten würde, geht hier um analytische Dimensionen ..
Wieso passierten diese Grenzziehungen so in der Vergangenheit und nicht anders?
In RiP: A remix manifesto, Web activist and filmmaker Brett Gaylor explores issues of copyright in the information age, mashing up the media landscape of the 20th century and shattering the wall between users and producers.The film’s central protagonist is Girl Talk, a mash-up musician topping the charts with his sample-based songs. But is Girl Talk a paragon of people power or the Pied Piper of piracy? Creative Commons founder, Lawrence Lessig, Brazil’s Minister of Culture Gilberto Gil and pop culture critic Cory Doctorow are also along for the ride.
An dieser Stelle auch noch ein Hinweis über die juristische Promotion von Till Kreuzer. Er beschäftigte sich mit dem modernen Copyright in seiner Doktorarbeit und fand Spannendes heraus. Das Lesen diesen Links lohnt sich, da euch dort folgendes erwartet:
In den nachfolgenden Überlegungen wird der Frage nachgegangen, welche Maßnahmen notwendig sind, um das Urheberrecht zu einem zentralen Regelungsprinzip für eine globale Informationsordnung weiterzuentwickeln. Ein Urheberrecht, das seinem Anspruch als „Magna Charta der Informationsgesellschaft“ gerecht wird. Es wird in dieser zukunftsgerichteten Betrachtung nicht um „Körbe“ oder die Auslegung von EU-Richtlinien oder völkerrechtlichen Verträgen gehen. Vielmehr sollen einerseits die wesentlichen Defizite des geltenden Urheberrechts und deren Folgen dargestellt und andererseits meine Vision für einen neuen konzeptionellen Ansatz des Urheberrechts skizziert werden. (Quelle)
Mailingliste: Techno – Szene – Forschung
Juni 20, 2010 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur, Jan Kühn Wissenschaft | Leave a CommentDiese Mailingliste dient der Vernetzung und dem Informationsaustausch von Forschenden, die sich musikwissenschaftlich, musiksoziologisch oder auch aus der Perspektive anderer wissenschaftlicher Disziplinen mit der Erforschung der musikalischen Praxen elektronischer Tanzmusik oder der Szene/Szenewirtschaft befassen. Relevante (neue) Publikationen, Studien, Links, Zeitungsartikel, Fragen, Diskussionen und Austausch bis hin zur Planung gemeinsamer Publikationen, Treffen und auch Konferenzen/Tagungen – jene sollen Gegenstand und Produkt dieser Kommunikationsliste sein und werden.
Nach Veröffentlichung meiner Diplomarbeit über die Produktion von Techno in Homerecording-Studios bekam ich einige Zuschriften von Forschenden mit Austausch- und Diskussionsbedarf, der sich vor allem persönlich per Email abspielte. Das zeigte mir zweierlei: Erstens, dass thematisch-spezifischer Vernetzungsbedarf besteht und zweitens, dass viele Techno-Beforschende ohne voneinander zu wissen arbeiten, obwohl sie bei wechselseitiger Kenntnis viel voneinander profitieren könnten.
Um dich für die Mailingliste anzumelden, sende eine leere Email an Techno-Szene-Forschung-subscribe@yahoogroups.de.
Neue Beiträge per Email an Techno-Szene-Forschung@yahoogroups.de.
Abonnement kündigen: Techno-Szene-Forschung-unsubscribe@yahoogroups.de
Email an Listengründer: jankuehn ATAT gmx.net
Von Meerschweinchen und Techno
Juni 3, 2010 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur | Leave a CommentBei meiner Recherche nach wissenschaftlichen Studien zur Techno-Szene stoße ich hin und wieder auf wirklich interessante bis kuriose Untersuchungen. Hier gebe ich mal eine kleine Auflistung wieder, da es sich kaum lohnen würde für jede einzelne Studie ein extra Posting zu schreiben. Gleichzeitig sind die Studien aber durchaus interessant, also los gehts:
Hier wurde untersucht, inwiefern Lautstärke und Alkoholeinfluss miteinander korrelieren und sich auf Lautstärkeschwellen auswirken. Dafür wurden 24 Meerschweine in 3 Gruppen aufgeteilt und White Noise bei einer Lautstärke von 105 dB (!!) 30 Minuten lang ausgesetzt. Ein paar wurden vorher zu Alkoholikern erzogen, anderen nur zu Gelegenheitssäufern. Die dritte Gruppe wiederum waren nervige Anti-Alkohol-Abstinentler, die "control group".
Das Ergebnis:
In summary, we have found that acute and chronic treatment of alcohol in combination with noise did not significantly exacerbate TTS or decrease DPOAE amplitudes relative to noise exposure alone.
TTS = Temporäre Schwellenänderungen / DPOAE = CLICK,
Eure Geräuschwahrnehmung wird also laut den Meerschweinchen durch Saufen nicht signifikant beeinflusst. Hier das ganze Abstract: Continue reading “Von Meerschweinchen und Techno” »
Download: 19-Zoll-Stammtisch Show, Jamsession. Voltage=Love (24.05.2010, Live WebTV, 7-11pm CET)
Mai 28, 2010 | Dates: - Parties, Shows, Streams, Download WebTV and Radio Shows, Radio and WebTV Shows | 4 CommentsJajaja, schön war es. Sehr schön. Und der Chat war begeistert. Wir hatten noch nie soviel Musiktechnik im BMI-Wohnzimmer wie zu dieser Sendung. Bestimmt über 20 analoge Klangerzeuger bzw. -verfremder, umfangreich gemoddet und selbst zusammengebaut. Vom Controller-Joystick bis zu modularen Synthesizern. Und dazu ein kleines Orchester bestehend aus 7 Musizierenden, die über einen Taktgeber gekoppelt gleichzeitig loopartige Klangkollagen entwickelten, beibehielten und verschwinden ließen. Teilweise tanzbar, teilweise nur zum Hören – stets interessant und anregend.
Eine Hiobsbotschaft gibt es allerdings, bzw: Erstmal die gute Nachricht: Der gesamte MP3-Mitschnitt über 4 Stunden ist da und kann sich angehört und heruntergeladen werden, siehe below. Allerdings ist der ganze Videomitschnitt im Arsch (bzw. online auf dern Servern von Livestream.com nicht vorhanden, vermutlich Encodierungsfehler), und das ist echt zum Kotzen – so seht ihr den ganzen Maschinenfuhrpark nicht, der das Wohnzimmer-Studio bevölkerte – und all die gemoddete Hardware. Aber ich versuche noch ein paar Fotos aufzutreiben, sodass ihr wenigstens einen Eindruck bekommt. Alle die auf dem Videostream live dabei waren, können sich besonders priviligiert fühlen …
Download full Jamsession (4 hours, MP3, 192kbs) – CLICK
Besonders spannend war das Beobachten des Szenarios, so unwirklich im kleinen Wohnzimmer und zugleich direkt vor der Nase. Das Erleben von Klang und Kreativität durch Technologie; durch das Interagieren mit standardisierten und selbst verfremdeten Interaktionselementen, der soziale Charakter kollektiv komponierter Rhythmen, die Interaktion zwischen den einzelnen Einheiten des Orchesters. Sei es per Midi, per Geste oder über Worte.
Wir vom BMI waren Zeuge einer orchestralen Live-Produktion elektronischer Musik, wie man sie heute immer weniger bzw. überhaupt nur noch ganz selten antrifft. Gegenwärtig wird Techno ja vor allem anhand von Allround-Musik-Softwares von einzelnen Personen oder gelegentlich auch Produzentenmultiplos an Computern geschaffen und als fertige Tracks konzipiert. Hier war alles improvisiert und basierte auf den Prinzipien von Takt, Loop und angelernten musikalischen Mustern (habitualisiert), die man "gefühlsecht" einsetzte, wo und wie es passte. Herauskam eine 4-stündige Klangkollage mit zwischenzeitlichen Interviews. Hört sie, hört die Musik, lasst euch inspirieren und sagt uns, was ihr davon haltet. Gerne könnt ihr es auch weiterleiten und mit euren Freunden teilen. Wir hoffen, das nachträgliche Verfolgen als Audio- oder Videomitschnitt bereitet euch Freude.
Florian Meindl – “The Way it Took us” (Live produced @ Berlin Mitte Institut) including remixes released now!
Mai 18, 2010 | blog, Dates: - Parties, Shows, Streams, Download WebTV and Radio Shows | 5 CommentsHey folks, finally it is there! Florian Meindl – “The Way it Took us” including the remixes of our remix contest are released now. Buy them wherever you like, just make sure to buy them! We are planning a vinyl release with some remixes and want to pre-finance it with the digital sales. Go ahead and spread the word, the vinyl release is in your hands. You get get the files directly in the following stores: Beatport, (more links coming in 2 weeks, sorry about that). (LastFM)
Remixers are: Betek / Eckbrecht / Fabian Feynman / J. Harp / Rambar / Riccardo Lieblich / Steve Lischinsky / The Static Hand.
Download the contest resumee (30 mins / 192kbs MP3) – CLICK
Resümee des Florian Meindl Remix-Contest 10.04.2010 by berlinmitteinstitut

A short history on this: In 2009/2010 we did two live shows with Florian Meindl broadcasting the production of a techno track live on webTV for the first time – the result is the track “The Way it Took us”. Since that was such a big success and well accepted by our public, we decided to make a remix contest and enable the chosen remixers a remix-release on Flash Recordings.
This release is the result of a project from Florian Meindl in corporation with Berlin Mitte Institut (Fresh Meat & Kandel) and Soundcloud. The aim was to show a full production process live on TV and audio-stream and get feedback and suggestions live from the audience. It was an experimental approach because nobody knew where it would lead to and the interaction between unknown people in the audience and the producer (Florian) lead to an unpredictable result. The project used modern technologies like a live TV stream, live audio stream, live chat and all features within Soundcloud like a group and comments on the timeline of the delivered remixes. Continue reading “Florian Meindl – “The Way it Took us” (Live produced @ Berlin Mitte Institut) including remixes released now!” »

















