30.3.2013, Party: Stattnacht @ Stattbad w. Jay Haze, Peter van Hoesen, Fresh Meat, uvm
März 30, 2013 | Dates: - Parties, Shows, Streams, Places where we DJ | Leave a Comment
Am 30. März gehts für mich wieder von 2-4 in den Techno-Bunker. Yeah !
Jay Haze (Tuning Spork)
Matthew Dekay (Innervisions)
Evan Baggs (Robsoul)
Kennedy Smith (Rekids)
–
Peter Van Hoesen (Time To Express)
Ed Davenport (Falkplatz)
Fresh Meat (Berlin Mitte Institut)
Stattbad – Gerichtstraße 65, 13347 Berlin
Hier schon mal ein Mix von einem letzten Male, enjoy:
Techno macht dumm, gewalttätig, kriminell und sexuell promisk
März 28, 2013 | Social Media Techno Archive | Leave a CommentDas zumindest glaubt der Musikwissenschaftler und ausgemachter Klassikfan Dr. Klaus Miehling. Und das nicht aus dem im Jahr 1991, wo die rasche Popularisierung von Techno für viel Aufsehen und Ablehnung sorgte; nein, der Text stammt aus dem Jahr 2007. Hier ein paar Zitate:
“Bereits in den 1980er Jahren stellte Keith Roe bei schwedischen Kindern und Jugendlichen fest, daß schwache Schulleistungen mit Präferenzen aus dem Bereich der Rock- und Popmusik korrespondieren, gute Schulleistungen dagegen mit einer Vorliebe für klassische Musik”
Und:
“In der Tat vermag Musik mit einem repetitiven „beat”, möglicherweise noch mit der Monotonie stetig wiederholter Melodiefetzen, wie sie gerade für Techno typisch ist, ihre Botschaften geradezu suggestiv in die neuronalen Verschaltungen des Gehirns eingraben:”
Nur zwei Beispiele eines wirklich amüsanten Textes. Könnt ihr komplett hier lesen. (Jemand hatte mir das mal an die BMI Pinnwand auf Facebook geposted; kann den Namen und das Posting leider nicht wiederfinden, aber danke dafür !
PS: Mehr solcher unterhaltsamer Texte gibt es auf seiner Homepage.
Sync Button Fakers
März 28, 2013 | Social Media Techno Archive | Leave a CommentDie beliebtesten Berliner Clubs auf Foursquare: Berghain, Magnet, Cassiopeia, Wilde Renate, Tresor
März 26, 2013 | Jan Kühn Wissenschaft, Social Media Techno Archive | 2 CommentsBrauchbare Zahlen zur (Berliner) Techno-Szene und Szenewirtschaft gibts keine, auch wenn ich immer wieder gefragt werden: Nada. Das meiste sind grobe Branchenzahlen für die gesamte “Musikwirtschaft” hochgerechnet vom statistischen Bundesamt, aus politischen Ambitionen heraus geschaffen oder Vermutungen (Zehntausende Easyjet-Raver …), die ein Eigenleben entwickelt haben. Hier ist aber mal was Interessantes reingekommen. Der Mobil-Dienst Foursquare hat über drei Milliarden GPS-basierter Check-Ins ihrer ca. 30 Millionen NutzerInnen nach Städten und Kategorien ausgewertet. Herausgekommen ist leider nur ein Ranking, aber immerhin ! Wie zu erwarten ist das Berghain an der Spitze, aber die anderen Positionen sind umso interessanter, vor allem: wer da vorne gar nicht auftaucht. Mit Cassiopeia, Magnet, Ritter Butzke, Monarch, Cookies usw. präferieren Foursquare-NutzerInnen offensichtlich die subkulturell orientierten Etablissements. Klassische Discotheken, wie Goya, Matrix oder Kuhdorf kommen erst gar nicht vor. Das zeigt deutlich, welches Formen von Nachtleben die Attraktivität Berlins ausmachen.
Quelle: Netzökonomie-Blog auf Focus-Online
Auf gehts zur Afterhour
März 25, 2013 | Social Media Techno Archive | Leave a CommentKommerzialisierung einer Distinktion: “Fuck Fake DJs”
März 23, 2013 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur, Social Media Techno Archive | 1 CommentDas ist interessant: Das Unternehmen “Industrial Strange” versucht mithilfe der Grenzziehungen in Musikszenen besser “Clubwear” (sowas gibts tatsächlich noch) zu verkaufen, indem man die “Fuck Fake DJs” Zielgruppe definiert, sich mit ihnen, zumindest als Marketing-Kampagne, verbindet – und durch diesen Austausch offenbar hofft mehr Klamotten zu verkaufen. Ich vermute zur Zielgruppe gehören dann die Vinyl-DJs, die Anti-Guetta-Fraktion, ältere DJs die mit den Apple/Traktor-Praxen der jüngeren Generation nicht mehr zurechtkommen, usw. Dabei wird schlauerweise nicht vermittelt wer genau angesprochen werden soll, es geht schließlich lediglich um die Kommerzialisierung der Anti-Haltung. Diese Haltung wirkt nämlich lebensweltlich ausgrenzend/exklusiv, und das ist nicht im Sinne kulturindustrieller Zielgruppenbildung, die aufgrund ihrer Ambitionen und Kostenstruktur auf Viele setzt und setzen muss.

Studie über Kater Holzig und Papaya Playa / Mexico
März 23, 2013 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur | Leave a CommentWhere art and commerce hold hands in the sunset:
A pilot study of Kater Holzig @ Papaya Playa – a Design Hotels project
Von Benjamin Scheerbarth
Kompletter Artikel hier kostenfrei lesbar, Zusammenfassung/Schlussfolgerung below:
“Though the artistic avant-garde has been heralded as effective critics and resistors of capitalist subjugation, the subjectivities and structures that emerged in relation to KaterHolzig @ Papaya Playa—A Design Hotels™ Project illustrate the ongoing co-optation of such subcultures by global capitalism. The emerging markets for creative products as well as the appropriation of Selbstbestimmung by capitalist logic dramatically lessen the critical potential of counterculture. However, both in spite of and because of this, it is premature to declare demands for personal freedom and creativity to be futile. Though the Tulum experience has proven problematic, it does invite further investigation into ideas of creativity and personal freedom. Ulrich Bröckling posits that in order for true creativity to unfold it needs space (at least temporarily) free from the constraints of sustaining a living. However, in this project every member, knowingly or unknowingly, instrumentalizes their creativity towards marketable products, services, experiences, and emotions. Bröckling further suggests that when creative deviance is expected and demanded, persistent nonconformity paradoxically becomes the ultimate conformity. Thus, the solution must not be “Don’t be creative!”; rather, it lies in the discontinuation of such imperatives altogether.
Further, the project problematizes the widely held notion that functional differentiation leads to increased personal freedom. Does the pluralization of individual roles and ties of the creative-individual-as-enterprise actually result in an increase in individual freedom? For Georg Simmel, liberation from social ties and the resultant increase in individual choice does not automatically increase individual freedom, since choice still requires support from others. In effect, “free” is only to understand oneself as dependent—especially for the creative self, which depends on affirmative recognition from others. In today’s creative workplace, “security cannot be found easily outside of the hierarchical unit that has been replaced by a series of projects.” Thus, the flexible, fluid, and ephemeral networks and the multiplicity of roles and social ties observed at Papaya Playa are, though perhaps more efficient, not more liberating than the traditional structures they replace.“
News: Formular für die Anmeldung der DJs zum Gema VR-Ö Tarif ist online
März 20, 2013 | blog, Social Media Techno Archive | Leave a CommentDie Gema hat ein Formular veröffentlicht, mit welchem sich DJs anmelden können, um ihre Filekopien zu bezahlen. Und das besondere daran: Man kann eine Pauschale von 50 Euro jährlich bezahlen und damit 500 Tracks en bloc “lizensieren”. Vielleicht baut die Gema darauf, dass sich viele DJs nicht mit dem neuen VR-Ö-Konstrukt und den grundsätzlichen Unzulänglichkeiten (Verteilungsgerechtigkeit, Technologie, Creative Commons, usw) der Gema beschäftigen (möchten) – und um ihre Ruhe zu haben einfach die Pauschale zahlen? Viele 1000 DJs mal 50 Euro im Jahr … das kann man ohne große Fragen in den großen Topf werfen und damit die technischen und organisatorischen Probleme des DJ-Tarif unter den Teppich der öffentlichen Kritik kehren. Mancher im Netz fragt sich auch, ob das nicht vor allem dazu dient schnell mit den DJs Verträge abzuschließen, um diese später mit höheren und konkreteren Zahlungen belasten zu können. Immerhin hätte die Gema dann bereits Namen und Adressen. Who knows … auf jeden Fall ein gewiefter Schachzug zur Durchsetzung der Kapitalinteressen der oberen 3400 “ordentlichen” Gema-MitgliederInnen.
Das Formular könnt ihr hier runterladen. (PDF)
Thomas Rage hatte eine interessante Beobachtung zum Dokument: “Die interessiert ja nichtmal der DJ-Name!”
Muttizettel Formular für Partys
März 18, 2013 | Misc, Social Media Techno Archive | Leave a CommentWer unter 18 ist, aber unbedingt schon nach 24 Uhr in Berliner Clubs will, für den gibts einen standardisierten Muttizettel von partyzettel.de. Einfach ausfüllen lassen und dann ganz locker mitsamt Begleitung in der Warteschlange damit unauffällig wedeln, andere Besucher beeindrucken, potentielle ParterInnen becircen und beim Türsteher Punkte sammeln – das Alleinstellungsmerkmal ist euch sicher.
Runterlanden: Click (PDF)
Texte zur Theorie über Kultur- und Kreativwirtschaft
März 18, 2013 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur, Jan Kühn Wissenschaft | Leave a CommentDie sogenannte “Kultur- und Kreativwirtschaft” ist spätestens seit Ende der 1990er auch bei uns in Deutschland ein großes Thema. In Berlin hat sie eine besondere Historie, da hier auf Basis subkultureller Milieus, den Konsequenzen der Wende und neuer Technologien ein neuer Sozialraumtypus, der des “Culturepreneurs” (Bastian Lange), entstanden ist. Auch die Berliner Szenewirtschaften und Szenen rund um elektronische Tanzmusik werden typischerweise unter ihr subsumiert – und in akademischen, politischen aber auch gesellschaftlichen Diskursen aufgrund ihrer Attraktivität und Standortrelevanz als “Kreativwirtschaft” bzw. “Kreativszene” verstanden. Mittlerweile gibt es zahlreiche Bücher zwischen Prophetie, Academia, Kritik und Wirtschaftspolitik, die man ja nicht alle lesen kann und oftmals auch nicht muss. Einen guten Einstieg ins Thema geben zwei im Internet umsonst herunterladbare Veröffentlichungen, die ich euch ans Herz legen möchten. Als Techno-Forscher kommt man um die Berücksichtigung dieser hybriden Ansätze nicht mehr herum. Ich bin zwar nach wie vor mit dem Begriff “Kreativität”, manchen ihm zugrunde liegenden Annahmen und seinen Anwendung auf ganze Menschengruppen, auf Kriegsfuß, und setze diese Zurückhaltung in eine Theorie der Szenewirtschaft um; dennoch kann man von einigen Einsichten dieses Forschungsfeldes lernen.
Einmal wäre da Michael Söndermann’s “Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur-und Kreativwirtschaft in Deutschland” (PDF) von 2009. Dieser gibt einen statistisch basierten Überblick und Einblicke in ein wirtschaftspolitisch (neoliberal) motiviertes Verständnis von Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Bundesregierung stützt sich auf seine Zahlen und Definitionen – diese werden auch darüber hinaus, in z.B. einzelnen Branchen, viel zitiert. Auch die mittlerweile unzählbaren und recht ähnlichen Kreativwirtschaftsberichte einzelner Städte und Regionen übernehmen seine Kategorien und Setzungen. Das gibt einen guten Gesamtüberblick, jedoch stößt man hier sehr schnell an Grenzen: Die Kategorisierungen richten sich nach statistisch festgelegten Branchen, über das tatsächliche dynamische Innenleben der einzelnen Bereiche mitsamt ihrer internen Grenzen und Grenzziehungen erfährt man kaum etwas. Stattdessen gibts die alte Hochkultur vs. Popkultur Legitimation. Außerdem wirken die Berichte und Setzungen, wie auch Söndermann selbst, recht prophetisch, unkritisch und oftmals unreflektiert gegenüber dem, was die Kreativwirtschaft kann, sein sollte, tatsächlich sei und sein könnte. Für Analyse von Musikszenen also eigentlich ungeeignet, als Grundlage politischen Handelns durch die Stimulierung von Entsubkulturalsierungseffekten, gemessen an den eigenen Ansprüchen von Wachstum und Wertschöpfung, vermutlich sogar kontraproduktiv. Aber in solchen Branchen- und Marktverständnissen denken viele in Politik und Wirtschaft, daher sollte man diese Definitionen kennen.
Beinahe am gegenüber liegenden Pol ist der ebenfalls frei verfügbare Tagungsbericht “Kultur- und Kreativwirtschaft in Stadt und Region” (PDF) von 2011, angefertigt von Bastian Lange, Markus Hesse und Anne von Streit. Er verortet sich auch in den grundsätzlichen Annahmen und Einsichten der gewachsenen Relevanz von Kreativwirtschaft und Kreativität/Innovation für Stadt und Region, speist sich aber aus qualitativen Forschungsergebnissen. An Beispielen werden in soziologische, historische und wirtschaftsgeografische Voraussetzungen eingeführt, die zu einer Konstitution von “Kreativszenen” und “Kreativwirtschaften” führen. Dabei werden auch Spezifika einzelner Branchen erläutert, die Grundlagen ihrer eher prekären Arbeitsverhältnisse dargelegt und die Probleme politischer Steuerung und Kulturförderung ausgeführt. Gerade der erste Text, und die Texte von Lange & Hesse werfen doch ein sehr anderes und weitaus präziseres Bild auf sogenannte “Kreativbranchen”.
Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere gute Texte in diesem Bereich, die ich hier allerdings nicht weiter aufliste. Die Idee diesen Postings ist eher einen pragmatischen Einstieg für Interessierte am Thema zu bieten. Aber posted am besten einfach Texte, die ihr für wichtig haltet, in den Kommentaren. Danke euch

(Bildquelle: berlin.de)

























