Studie über das wirtschaftliche Potenzial der Club- und Veranstalterszene in Berlin
Juli 15, 2009 | Gesammeltes Wissen über die Techno-Kultur, Misc Leave a CommentVon 2008, durchgeführt durch die Club Commission und in Auftrag gegeben von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen. Kann sich hier als PDF runtergeladen werden: Click
Mir war bisher nicht bewusst, dass es sowas gibt. Umso glücklicher war ich, als ich es eher beiläufig bei Recherchen fand. Die Berliner Club- und Veranstalterszene in Zahlen und Statements, empirisch erhoben.
Hier eine kurze Auswahl der Kernergebnisse, mehr gibts im PDF:
- 2004 erwirtschafteten die Unternehmen jeweils durchschnittlich 544.000 Euro. Im Folgejahr stieg der Umsatz um 4%, während die Umsätze der Berliner Wirtschaft stagnierten und im Gastgewerbe um 1% zurückgingen. Hochgerechnet erwirtschaftete die Branche 2005 einen Umsatz von 170 Millionen Euro.
- Dabei wurde regelmäßig der höchste Umsatzanteil (65%) mit Gastronomie erzielt. Jeweils 17% wurden über Eintrittsgebühren, durch Vermietung oder Sponsoringleistungen erwirtschaftet.
- Die Unternehmen sehen die Entwicklung der Branche überwiegend optimistisch. Zwar ist der Markt durch eine hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet, dennoch gilt die vielfältige Clublandschaft als Standort- und Marktvorteil.
- Gleichwohl ist spürbar, dass viele Besucher aus Berlin weniger Geld zur Verfügung hatten. Den Unternehmen ist es gelungen, sich auf das niedrigere Preisniveau einzustellen. Inzwischen hat sich aus dem Standortnachteil ein Alleinstellungsmerkmal entwickelt. Ein Wochenende in Berlin ist selbst inklusive Flug und Logis preiswerter als in vielen anderen Metropolen
- Die Reflektion seitens der Medien bewerten die Unternehmen häufg als zu einseitig. Viele Journalisten stellen die Branche nicht differenziert genug dar, beschäftigen sich mit publikumswirksamen „Reizthemen“ und machen zu wenig auf neue Trends und Wirtschaftseffekte aufmerksam.
- Erschwerend für die Unternehmen wirken die Folgen der Gentrifzierung sowie einiger Stadtentwicklungspläne wie dem „Mediaspree“-Vorhaben.
Comments
















