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Hier gibt es meine Diplomarbeit zum Thema “Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik? Eine explorative ethnografische Erhebung” zum Runterladen. Sie entstand im Zeitraum von Oktober 2008 bis September 2009 im Rahmen des Abschlusses meines Studiums Soziologie technik-wissenschaftlicher Richtung am Institut für Soziologie an der TU Berlin.

How to make Techno music on 1994

Autor: Jan-Michael Kühn – DJ (Fresh Meat), Radio-/WebTV-Moderator und Produzent, Soziologe. Kontakt: jankuehn (AT:) gmx.net, DJ-Profil auf Facebook / RA

Edit 1: Feedback: MYOON / Spreeblick/ Tagesspiegel-Interview / Interview für Radio Eins “Die Profis” (Wissenschaftssendung)

Edit 2: Beim Berlin Mitte Institut Liveproduktions-Special mit Florian Meindl lassen sich einige der beschriebenen Aspekte der Produktion (vor allem die praktischen im Umgang mit Computer, Software und Homerecording-Studio) gut nachvollziehen: Siehe hier. Ziel der Sendung war, den normalen Produktionsvorgang eines Tracks live  mit Zuschauern nachzuvollziehen und zu diskutieren.

Edit 3: Diese Arbeit wurde in der Katalog der Social Science Open Access Repository (SSOAR) aufgenommen: LINK, hab sie jetzt auch auf Scribd hochgeladen

Edit 4: Für das studentische Soziologiemagazin habe ich einen Artikel geschrieben, in welchem ich erläutere wie ich bei der Untersuchung der Produktion von Techno-Musik vorgangen bin. Falls jemand dies im Zusammenhang der ursprünglichen Forschung im Rahmen meiner Diplomarbeit interessiert, der kann sich den Text in der aktuellen Ausgabe des studentischen Soziologiemagazins kostenfrei durchlesen: CLICK.


Da viele von euch selbst Musik am PC produzieren, werden meine Beschreibungen womöglich interessant für euch sein. Jedoch ist das kein Text, der erklärt wie man gute Musik produziert. Er verbindet die ethnografisch erhobene  Beschreibung der Praxis von House/Techno-Produktion im Homerecording-Studio mit der Einbettung dieser Produktion in ihren kulturell ermöglichenden und strukturierenden Kontext: Der Techno-Szene.

Bei der Erklärung des Zusammenhanges reduziert er die Produktion nicht auf benutze Technologien oder “best practices” der Produktion (wie üblicherweise in Tutorials im Internet, Büchern, oder bei direktem Austausch zwischen Produzenten), sondern versteht sie als Teil eines breiten kulturellen Zusammenhanges (der Techno-Szene), mit wirtschaftlich strukturieremdem Verwertungsrahmen, sinnstiftenden und strukturierenden historisch herausgebildeten Wissenspraktiken (Genres, “best practices” der Produktion, Produktionsmuster, etc.), kommerziellen technologischen Ermöglichungen (Computer, Homerecording-Studio, Software) und  einer internationalisierten Infrastruktur an Clubs, DJs, Produzenten, Clubgängern, Vertrieben, Medien, Booking-Agenturen, Labels usw. usf.

Fragen können gerne hier im Blog diskutiert werden. Wer nach dem Lesen der Zusammenfassung  (siehe unten) auf den Geschmack gekommen ist, kann sich den vollständigen Text als PDF runterladen. Die Literaturverweise befinden sich ebenfalls im PDF.

Download PDF / Download free Foxit PDF Reader

Das stetige Schaffen von Neuem, die poiesis („Das herstellende Tun“), kann als Motor der westlichen Gesellschaften verstanden werden, durch den das Neue immer durch das Neueste ersetzt werden soll (Nowotny 1997). Durch ihn entstehen stetig neue Technologien, höhere Lebensstandards oder effektivere globale Vernetzungen. Die kulturelle Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Akteure geschieht dabei jedoch nicht nur in den großen öffentlichen Institutionen der Wissenschaft, Ökonomie, Kunst oder Politik, sondern vor allem in den alltäglichen, informellen und kreativen Praktiken der Produktion und Konsumption anhand kommerzieller Güter (Willis 1990)⁠. Der Begriff der „kreativen Praxis“ ist auf dieser Ebene jedoch ein notwendigerweise recht allgemeiner, welcher ein Phänomen nur umreißt, anstatt tiefe Einblicke zu geben, wie in kreativen Praktiken tatsächlich Neues entsteht.

Ein sehr gutes Forschungsfeld für die Untersuchung dieser kreativen Praktiken der Produktion von Neuem stellt die Produktion von House/Techno-Tracks im Homerecording-Studio dar. Musik wird dort von „self-made“ Produzenten in kleinen, häufig privaten Wohnräumen mithilfe kommerzieller Computerhardware und -software für die Techno-Szene kreiert. Eine Szene von globalem Ausmaß:  Auf allen fünf Kontinenten finden regelmäßig eine große Fülle an Techno-Events statt, DJs spielen House/Techno-Tracks von Schallplatte oder als Musik-File. Vom kleinen „Open Air“ mit 50 Gästen, über einen üblichen Club-Abend mit 100 bis 3000 Gästen bis hin zu „Mega Raves“ wie der Nature One, Fusion oder Love Parade mit 50000 Gästen und mehr. Via Internet lässt sich weltweit auf ein riesiges Arsenal alter und neuer Tracks zurückgreifen, ein einzelner Track kostet in der Regel als Musikfile zwischen 1 und 2 Euro. Allein in Deutschland soll es zwischen 5000 und 6000 Veranstaltungsorte geben, auf denen regelmäßig, das heißt in der Regel mindestens jedes Wochenende, elektronische Tanzmusik gespielt wird.

Zur technischen Ermöglichung der Produktion von Techno-Tracks bedarf es mittlerweile nur noch eines handelsüblichen Computers, einer Musikstudio-Allround-Software und einer kleinen Homerecording-Ausrüstung, die zentral aus zwei Monitor-Lautsprechern und einer leistungsfähigen Soundkarte besteht – eine Ausrüstung, die sich bereits für 500-1500 Euro erwerben lässt.

Diese Arbeit zielt darauf ab, den allgemeinen Begriff der „kreativen Praxis“ der Produktion für das Feld der Schaffung von House/Techno-Tracks im Homerecording-Studio zu definieren. Ich frage:  Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik, speziell bei den musikalischen Genres House und Techno?

Bisherige soziologische Ansätze, die sich mit dem Neuen befassen (Groys 2004; Hauser 1988; Joas 1992; Bornscheuer 1976)⁠, setzten sich mit dem konkreten Schaffen von Neuem nicht ausreichend auseinander. Sie fokussieren sich auf strukturelle Aspekte der Produktion des Neuen, wie den gesellschaftlichen Verwertungsrahmen („Kulturökonomie“) oder einem gesellschaftlichen Bewegungsspielraum schöpferischer Ideen („Topik“) und nehmen stellenweise deterministische Positionen ein, nach denen zum Beispiel die kulturelle Produktion von Neuem immer notwendigerweise kulturellen Regeln folgen muss. Obwohl sie durchaus einiges an Erklärungspotential bieten, lassen sie dabei außer Acht, wie das Neue im Prozess in einem bestimmten Feld entsteht und zu welchen konkreten Bedingungen dies geschieht. Joas ist hier eine Ausnahme. Aber auch er vermag es letztlich nicht, Neues im Handeln zu erklären und verbleibt zu sehr in der Kritik bisheriger soziologischer Handlungstheorie.

In der bisherigen Forschung über die Techno-Szene (Essl 2007; Meueler 1997; Meyer 2000; Hitzler 2001)⁠ wird meine Frage nur unbefriedigend mit dem Konzept der „Bricolage“ beantwortet:  So entstehe neue Techno-Musik durch die Kombination und Umarbeitung von bereits vorhandenem, dem „unbekümmerten, kunsthandwerklichen Gebastel“ (Essl 2007).

In dieser Arbeit werde ich begründen, dass diese Beschreibungen die Wirklichkeit der Produktion nur unzureichend wiedergibt. Meine Ergebnisse zeigen, dass neue Techno/House-Tracks aus einer Konstellation von drei zentralen Komponenten entstehen:  Erstens, die Produktion des Tracks anhand drei gestalterischer Bereiche (Klangdesign, Trackdesign und Arrangementdesign), durch Orientierung des Produzenten an sinnstiftenden und strukturierenden Genres, Produktionstechniken, Produktionsmustern und weiteren Möglichkeiten der Orientierung, wie der Übersetzung von Stimmungen in Musik oder Orientierung an Umgebungsgeräuschen. Zweitens, durch die ermöglichende und strukturierende Technik der Musikproduktion, wozu das Homerecording-Studio und die Musikhardware und Musiksoftware gehören. Drittens durch die sinnstiftende und strukturierende Kulturwelt der elektronischen Tanzmusik, mit ihrer internationalisierten Infrastruktur und ihrem wirtschaftlichem Verwertungsrahmen.

Mithilfe von sechs teilnehmenden fokussierten Beobachtungen⁠ bei der Produktion von House/Techno im Homerecording-Studio, meinem autoethnografisch angesammelten Wissen als langer langjähriger Teilnehmer (DJ, Radio/WebTV-Moderator und Booker) des Feldes und relevanter wissenschaftlicher Literatur werde ich meine Ergebnisse herleiten und Thesen begründen. Aufgrund der geringen Anzahl untersuchter Produzenten und der unsystematischen Herangehensweise ist meine Untersuchung und sind ihre Ergebnisse als explorativ einzustufen.

Die Arbeit ist gegliedert in fünf Teile:  Beginnen werde ich damit den Begriff des Neuen zu definieren und kurz in die zentralen soziologischen Ansätze einführen, welche sich mit der Frage auseinander setzen, was man soziologisch unter dem Neuen und seiner Schaffung verstehen kann. Drei Herangehensweisen stehen hier im Vordergrund:  Das Neue aus struktureller Perspektive, die Schaffung von Neuem über das produktive Prinzip der „Bricolage“ in kreativen Praktiken der Produktion und Konsumption sowie das Neue und der Einzelne. Im zweiten Teil erläutere ich die Methode meiner Datenerhebung, die explorativen fokussierten Ethnografie (Knoblauch 2001). Die erhobenen Daten bilden die Grundlage dieser Arbeit und werden anhand meines autoethnografisch gesammelten Wissens ausgewertet.

Im dritten Teil werden ich auf den Kontext eingehen, in welchem die Produktion von House/Techno stattfindet:  Die Techno-Szene. Dazu gehört nicht nur ein theoretisches Verständnis (Hitzler, Honer, und Pfadenhauer 2008; Diaz-Bone 2002; Klein 2004; Meyer 2000)⁠, sondern auch eine kurze geschichtliche Einführung in elektronischer Musik im Allgemeinen und elektronische Tanzmusik im Speziellen (Butler 2006; Kaegi 1967; Kemper 2004; Poschardt 1995)⁠. Anschließend widme ich mich dem empirischen Teil, indem ich mit dem Musikproduzenten und seiner Einbettung ins Feld der Techno-Szene befasse, das typische Homerecording-Studio und die zur Produktion von House/Techno genutzte Computerhardware und -software erläutere, die Genres House und Techno in ihrer Typik beschreibe und schließlich den Prozess der Produktion darstelle. Im vierten Teil beantworte ich zusammenfassend meine Forschungsfrage anhand der Erkenntnisse aus dem kontextuellen und empirischen Teil. Im Schlussteil dieser Arbeit nehme ich Bezug auf die skizzierten Theorien über das Neue aus dem theoretischen Kapitel und beziehe sie auf meine Erkenntnisse.

Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur soziologischen Forschung über die Produktion von Neuem und der Techno-Szene in dreierlei Hinsicht:  Erstens trägt sie zum Verständnis bei, was der allgemeine Begriff der „kreativen Praxis“ der informellen, alltäglichen Produktion kultureller Güter in einem bestimmten Feld konkret bedeuten kann und schlägt vor, den Begriff der „Bricolage“ als zentrales produktives Prinzip noch einmal zu überprüfen. Zweitens liefert diese Arbeit ein empirisch hergeleitetes Erklärungsmodell, wie Neues bei der Produktion von House/Techno-Musik entsteht. Drittens stellt sie eine ethnografische Beschreibung von der Produktion elektronischer Tanzmusik dar, derer es in diesem Feld mangelt (Butler 2006)⁠.

Dabei ist gerade die Produktion von elektronischer Tanzmusik ein viel versprechendes Feld zur Untersuchung der modernen Gesellschaft, insbesondere, wie Akteure anhand neuer Technologie sinnhafte soziale Welten, wie die Techno/House-Musik, schaffen:

… home recording movement provides a window for envisioning how individuals use new technologies to create meaningful lives and consequential social worlds … there is little research on the subject and what does exist neglects to address how individual recordists meaninfully use recording equipment … Instead, much of the previous research has illuminated the considerable role new music technologies have played in changing the mass production and consumption of popular music. (Merill in Vannini 2009: 193)⁠

hr Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik im Homerecording Studio?

Text: Jan-Michael Kühn (DJ Fresh Meat)

 Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik im Homerecording Studio?Author info: Fresh Meat

Fresh Meat is the founder of the „Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik" web project, producing laid back webTV shows around the Berlin electronic dance music (EDM) scene, work and economy since 2006. He is spinning records in the universes of techno, minimal, techhouse, chillout and breakbeat music. Jan studied sociology at the Technische Universität Berlin and graduated with a thesis on the production of EDM in homerecording studios. He currently writes a sociologial dissertation on work in the Berlin EDM "underground" scene economy.

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Comments

34 Responses to “Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik im Homerecording-Studio?”

  1. Stbn on Dezember 12th, 2009 10:33 am

    Interessante Arbeit!

    Soll das auf Seite 47 wirklich „Nusskoolbreaks“ heißen? Ich kenne nur Nu-Skool Breaks (http://de.wikipedia.org/wiki/Nu-Skool_Breaks). Dass das Genre stirbt, ist mir aber gar nicht bewusst gewesen…

  2. Stbn on Dezember 12th, 2009 12:33 pm

    Interessante Arbeit!

    Soll das auf Seite 47 wirklich „Nusskoolbreaks“ heißen? Ich kenne nur Nu-Skool Breaks (http://de.wikipedia.org/wiki/Nu-Skool_Breaks). Dass das Genre stirbt, ist mir aber gar nicht bewusst gewesen…

  3. uberVU - social comments on Dezember 12th, 2009 4:20 pm

    Social comments and analytics for this post…

    This post was mentioned on Twitter by BerlinMitteInst: Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik im Homerecording-Studio? http://bit.ly/8XSHgD

  4. BiM on Dezember 12th, 2009 3:51 pm

    interessantes arbeitsthema!
    wen ebenfalls die technische seite interessiert:
    http://www.brothers-in-music.de/Klangsynthese/

  5. BiM on Dezember 12th, 2009 5:51 pm

    interessantes arbeitsthema!
    wen ebenfalls die technische seite interessiert:
    http://www.brothers-in-music.de/Klangsynthese/

  6. Fresh Meat on Dezember 12th, 2009 4:36 pm

    Bezogen auf den deutschsprachigen Raum, kann man ein deutlichen Schrumpfen der Nu Skool Breaks Szene seit vielleicht 2003/2003 durchaus feststellen, @ stbn. wie das weltweit ist, darüber weiß ich nichts. und wegen der schreibweise: haste recht. wie mir das passieren konnte, weil ich auch nicht. zumal ich auf seite 38 “Nu Skool Breaks” schrieb. grüße :-) und danke fürs lesen!

  7. Fresh Meat on Dezember 12th, 2009 6:36 pm

    Bezogen auf den deutschsprachigen Raum, kann man ein deutlichen Schrumpfen der Nu Skool Breaks Szene seit vielleicht 2003/2003 durchaus feststellen, @ stbn. wie das weltweit ist, darüber weiß ich nichts. und wegen der schreibweise: haste recht. wie mir das passieren konnte, weil ich auch nicht. zumal ich auf seite 38 “Nu Skool Breaks” schrieb. grüße :-) und danke fürs lesen!

  8. Fresh Meat on Dezember 12th, 2009 4:37 pm

    - deutliches schrumpfen
    - weiß
    - +selbst

  9. Fresh Meat on Dezember 12th, 2009 6:37 pm

    - deutliches schrumpfen
    - weiß
    - +selbst

  10. Fresh Meat on Dezember 12th, 2009 4:39 pm

    danke @ bim, lade sie mir gerade runter :-)

  11. Fresh Meat on Dezember 12th, 2009 6:39 pm

    danke @ bim, lade sie mir gerade runter :-)

  12. Fresh Meat on Dezember 14th, 2009 11:12 am

    @bim – 150 seiten O_o! dabei wirft die #physik gerne der #soziologie vor zuviel zu schreiben und sich nicht kürzer zu fassen .. ;-)

  13. Fresh Meat on Dezember 14th, 2009 1:12 pm

    @bim – 150 seiten O_o! dabei wirft die #physik gerne der #soziologie vor zuviel zu schreiben und sich nicht kürzer zu fassen .. ;-)

  14. /sms ;-) on Dezember 14th, 2009 12:07 pm

    wow! interesse in einem podcast eure arbeit vorzustellen? falls ja: wählt hier einen terminvorschlag: http://blog.rebell.tv/p13099.html

  15. /sms ;-) on Dezember 14th, 2009 2:07 pm

    wow! interesse in einem podcast eure arbeit vorzustellen? falls ja: wählt hier einen terminvorschlag: http://blog.rebell.tv/p13099.html

  16. Carlos / delamar on Dezember 18th, 2009 1:17 pm

    Spannend, woraus sich wissenschaftliche Arbeiten machen lassen. Bin gespannt auf den Inhalt.

  17. Carlos / delamar on Dezember 18th, 2009 3:17 pm

    Spannend, woraus sich wissenschaftliche Arbeiten machen lassen. Bin gespannt auf den Inhalt.

  18. Fresh Meat on Dezember 18th, 2009 1:47 pm

    viel spaß beim lesen, feedback / diskussion gerne willkommen :-)

  19. Fresh Meat on Dezember 18th, 2009 3:47 pm

    viel spaß beim lesen, feedback / diskussion gerne willkommen :-)

  20. budde on Januar 18th, 2010 6:55 am

    interessant: S. 33, die “schmerzschwelle” bezeichnet doch eigentlich die 130dB und hat mit lautheit zu tun? S. 50, den begriff “aural thinking” finde ich sehr interessant. S. 51/52, dass die differenz zwischen professioneller produktion und homerecording heutzutage an der differenz digital/analog festgemacht werden kann – interessant. S. 56/57, das von essl gefällt mir nicht, da greift man am besten gleich auf adorno zurück, aber das siehst du vielleicht ähnlich – musikalische wertvorstellungen naja (eine freundin sagte mal: musik muss sexy sein, da fällt es allerdings schwer zu widersprechen). S. 66, mastering kenn ich weniger als mastern von einzelspuren als von tracks insgesamt. S. 67, die open ist nicht unbedingt mit hall (zB oberheim dx – trocken und lang). S. 88, reduktion verstehe ich nicht als vorwurf oder ist das ein verschreiber und du meintest “reproduktion” wie auf seite 89? also, sehr interessanter ansatz – der produktionstechnische, da bin ich auch immer mehr hin … schade, dass der begriff “learning by doing” oder “spielend lernen” bei dir nicht untergekommen ist, dafür “trial and error”, auch gut.

  21. budde on Januar 18th, 2010 8:55 am

    interessant: S. 33, die “schmerzschwelle” bezeichnet doch eigentlich die 130dB und hat mit lautheit zu tun? S. 50, den begriff “aural thinking” finde ich sehr interessant. S. 51/52, dass die differenz zwischen professioneller produktion und homerecording heutzutage an der differenz digital/analog festgemacht werden kann – interessant. S. 56/57, das von essl gefällt mir nicht, da greift man am besten gleich auf adorno zurück, aber das siehst du vielleicht ähnlich – musikalische wertvorstellungen naja (eine freundin sagte mal: musik muss sexy sein, da fällt es allerdings schwer zu widersprechen). S. 66, mastering kenn ich weniger als mastern von einzelspuren als von tracks insgesamt. S. 67, die open ist nicht unbedingt mit hall (zB oberheim dx – trocken und lang). S. 88, reduktion verstehe ich nicht als vorwurf oder ist das ein verschreiber und du meintest “reproduktion” wie auf seite 89? also, sehr interessanter ansatz – der produktionstechnische, da bin ich auch immer mehr hin … schade, dass der begriff “learning by doing” oder “spielend lernen” bei dir nicht untergekommen ist, dafür “trial and error”, auch gut.

  22. Fresh Meat on Januar 18th, 2010 3:27 pm

    hallo jörg, danke fürs lesen ! wegen “reduktion”: dieser einwand richtet sich gegen jene, die versuche die produktion auf das virtuose individuelle zu reduzieren. künstler versteht man ja populär als jene, welche aufgrund ihrer begabung, ihres talentes oder ihrer virtuosen fähigkeiten kunst schaffen – sie entspringt quasi ihrem genialen inneren. dass da allerdings noch eine ganze menge mehr dran hängt (technische möglichkeiten, historisch herausgebildete praktiken der kunstproduktion z.b., oder die sinnstiftende kultur selbst, die kulturelle infrastruktur etc pp) fällt da häufig hinten runter. habe mit deine dissertation auch mal runtergeladen und werd sie mir demnächst durchlesen. viele grüße !

  23. Fresh Meat on Januar 18th, 2010 5:27 pm

    hallo jörg, danke fürs lesen ! wegen “reduktion”: dieser einwand richtet sich gegen jene, die versuche die produktion auf das virtuose individuelle zu reduzieren. künstler versteht man ja populär als jene, welche aufgrund ihrer begabung, ihres talentes oder ihrer virtuosen fähigkeiten kunst schaffen – sie entspringt quasi ihrem genialen inneren. dass da allerdings noch eine ganze menge mehr dran hängt (technische möglichkeiten, historisch herausgebildete praktiken der kunstproduktion z.b., oder die sinnstiftende kultur selbst, die kulturelle infrastruktur etc pp) fällt da häufig hinten runter. habe mit deine dissertation auch mal runtergeladen und werd sie mir demnächst durchlesen. viele grüße !

  24. budde on Januar 19th, 2010 6:19 am

    stimmt auch wieder, obwohl schwierig: für mich bedeutet reduktion meist zu einer angemessenheit finden (von kompliziert-individuell auf einfach-allgemein). “high ideals and crazy dreams” ist nicht die diss, sondern war mal als habil angedacht, bevor ich angefangen habe, full time musik zu machen. die diss habe ich über punk und hardcore geschrieben. “high ideals” geht mehr über postpunk und techno und so (was da so “kultig” genannt wird). der zweite teil könnte dich mehr interessieren, ist auch besser lesbar. wünsche dir ein bisschen spaß beim lesen und: heutzutage ist ja (fast) jeder froh, wenn seine sachen gehört/gelesen werden, geht mir auch so.

    regards und frohes schaffen

  25. budde on Januar 19th, 2010 8:19 am

    stimmt auch wieder, obwohl schwierig: für mich bedeutet reduktion meist zu einer angemessenheit finden (von kompliziert-individuell auf einfach-allgemein). “high ideals and crazy dreams” ist nicht die diss, sondern war mal als habil angedacht, bevor ich angefangen habe, full time musik zu machen. die diss habe ich über punk und hardcore geschrieben. “high ideals” geht mehr über postpunk und techno und so (was da so “kultig” genannt wird). der zweite teil könnte dich mehr interessieren, ist auch besser lesbar. wünsche dir ein bisschen spaß beim lesen und: heutzutage ist ja (fast) jeder froh, wenn seine sachen gehört/gelesen werden, geht mir auch so.

    regards und frohes schaffen

  26. Fresh Meat on Januar 19th, 2010 9:31 am

    bin gespannt drauf, danke dir !

  27. Fresh Meat on Januar 19th, 2010 11:31 am

    bin gespannt drauf, danke dir !

  28. Upcoming Partys with Fresh Meat and Kandel : Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik on Januar 25th, 2010 10:17 pm

    [...] Download Fresh Meat’s Diplomarbeit: “Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik? Eine explorative ethnografische Erhebung” (2009) hier: CLICK [...]

  29. Freashmeat: Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik | DPMS INFO | Web Law Blog Berlin - Hosted by OBY.de on Februar 26th, 2010 11:46 am

    [...] Jan-Michael Kühn, wahrscheinlich vielen besser bekannt als DJ Freshmeat, veröffentlicht seine Diplomarbeit für das Institut für Soziologie an der Technischen Universität (TU) Berlin mit dem Titel Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik im Homerecording-Studio? [...]

  30. Dokumentation über Detroit Techno, (Requiem for Detroit) | Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik on Mai 17th, 2010 9:50 am

    [...] Produktion von Techno fließen weitaus mehr Faktoren ein. Angefangen bei situativen Faktoren bis ihn zu den Möglichkeiten der benutzten Technologien, Hypes, kulturökonomischen Logiken, usw [...]

  31. Doku: Requiem for Detroit » Jan Schmidhofer on August 17th, 2010 12:23 am

    [...] Zusammenhang stehen, aber auch eigene Realitäten einbringen. Angefangen bei situativen Faktoren bis ihn zu den Möglichkeiten der benutzten Technologien, Hypes, kulturökonomischen/szenespezifischen Produktions- und Verteilungslogiken, usw [...]

  32. Robert Bednarsky on September 19th, 2010 1:31 pm

    vielen dank für das pdf!!! sieht sehr sehr interessant aus! habs mir jetzt ausgedruckt und werde es mir gleich mal durchlesen

  33. Podiumsdiskussion: “Original oder Kopie? Ein Grenzgang” am 1. Juli 2013 in Berlin | Jäger und Sampler on Juni 24th, 2013 8:22 pm

    [...] im Sinne einer “Szenewirtschaft” und hat seine ethnographische Diplomarbeit zum Thema “Wie entsteht Neues bei der Produktion elektronischer Tanzmusik in Homerecording-Studios?“ geschrieben. Meine eigene, eher soziohistorisch angelegte Diplomarbeit, die im April 2013 [...]

  34. Remixer #10 Jan-Michael Kühn aka DJ Fresh Meat: “Im Club ist das egal” on April 14th, 2014 9:49 am

    [...] Musik” auch seit einigen Jahren Blogger. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich der Praxis der Musikproduktion von elektronischer Tanzmusik in Homerecording-Studios. Derzeit schreibt er an seiner Dissertation, die mit der These der [...]

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