wowwedid 500x394 Wow, we did pretty good tonight. Tell the DJs we can only pay them $50 each

So ungefähr denken viele DJs über ihre Veranstalter icon wink Wow, we did pretty good tonight. Tell the DJs we can only pay them $50 each

Bzw, eigentlich einen BEAT. Also jetzt nicht der Techno aus dem weltberühmten Schuppen in Berlin, wo Lady Gaga schonmal aufgetreten ist. Ich meine damit, wenn Pferde an mir vorbeitraben, wenn die Tram in den Gleisen scheppert, wenn die Uhr in meiner Nähe tickt, wenn Hackenschuhe an mir vorbeiklappern. Mein Gehirn ist mittlerweile so auf elektronische Tanzmusik geeicht, dass es jeden sich irgendwie wiederholenden Ton zum Groove macht. Gehts euch auch so?

Nach wenigen Augenblicken dann, ist der Effekt eingetreten, überholt sich der Beat selbst, weil es ja letztendlich kein Takt ist. So, wie wenn die Kickdrum versetzt losgeht, oder man einfach nicht richtig im Takt mitschwingt.

Außerdem neige ich dazu eine Hihat im Takt dazu zu schnipsen. was dem Groove-Effekt dann das Hütchen aufsetzt.

INTERNATIONALE TAGUNG
12.–13. Dezember 2014, 10-21 Uhr
(Hardenbergstr. 33, Raum 101/102, 10623 Berlin)

Freitag, 12.12.2014, ab 10 Uhr

Panel 1: Techno und Pop
Dr. Jochen Bonz
(Universität Innsbruck, Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie),
Prof. Diedrich Diederichsen
(Akademie der bildenden Künste Wien).

Panel 2: Komposition, Produktion, Performance – Techno-Analyse
Dr. Barbara Volkwein
(Essen),
PD Dr. Martha Brech
(TU Berlin, Fachbereich Audiokommunikation),
Prof. Dr. Mark J. Butler
(Northwestern University, Bienen School of Music, Evanston/USA),
Kim Feser
(UdK Berlin, Musikwissenschaft),
Prof. Dr. Gabriele Klein
(Universität Hamburg, Institut für Bewegungswissenschaft).

Techno Review Lounge – Kommentiertes Auflegen (19–21 Uhr)
mit Sascha Kösch
(Autor / DJ Bleed, Berlin).

Samstag, 13.12.2014, ab 10 Uhr

Panel 3: Archiv, Zeitzeuge, Feldforschung – Technoforschung und ihre Quellen
Daniel Schneider
(Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin),
Prof. Dr. Judith Keilbach
(Universität Utrecht, Department of Media and Culture Studies),
Dr. Luis-Manuel Garcia
(Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin).

Panel 4: Perspektiven, Topoi, Narrative – Techno-Geschichtsschreibung
Dr. Matthias Pasdzierny
(UdK Berlin, Musikwissenschaft),
Dr. Rosa Reitsamer
(Universität für Musik und darstellende Kunst Wien),
Dr. Sean Nye
(University of Southern California, Thornton School of Music, Los Angeles),
Prof. Dr. Alexander Weheliye
(Northwestern University, African American Studies, Evanston/USA).

Talkrunde „Fraktus – ein deutscher Techno-Mythos“ 
(19–21 Uhr)
mit Klaus Walter
(Moderator/Autor, Frankfurt a.M.),
Carsten „Erobique“ Meyer
(Produzent des „Fraktus“-Sounds, Hamburg),
Jacques Palminger
(Musiker/Performance-Künstler, „Bernd Wand“ bei „Fraktus“, Hamburg),
Kim Feser und Dr. Matthias Pasdzierny
(UdK Berlin, Musikwissenschaft)

Homepage:
Techno Studies. Ästhetik und Geschichtsschreibung elektronischer Tanzmusik

Im “Neues Deutschland” äußerte sich Dieter Meier, auch bekannt als “Yello”, zur Entwicklung von House & Techno der letzten 20 Jahre. Und obwohl viele die Musik und ihre Szenewirtschaft als “Kreativwirtschaft” subsumieren, geht es eigentlich gar nicht darum musikalisch Neues oder Überraschendes zu schaffen: Sondern eben die typische, übliche fette Musik, zu der es sich gut tanzt, die sich die ganze Zeit selbst remixt, die so schön verführerisch klingt. Ähnlich wie Jazz. Dieter Meier (ich mag den Namen btw.) pointierte dieses strukturelle Moment, sicherlich eher abwertend gemeint, wie folgt:

“Ihr wart mit Yello Pioniere elektronischer Musik. Was denkst du, wenn du die Szene heute siehst?

Ich höre viele Dinge, die epigonal sind. Rein technisch ist es ja sehr verfügbar geworden. Es gibt viele, die glauben, sie spielen das Instrument – aber eigentlich werden sie vom Instrument gespielt. Es gibt sicher Ausnahmen. Was ich sehr interessant finde, ist die derzeitige Fusion von Elektronik mit Akustik. Aber diese normale Techno-Dj-Welt finde ich nicht so spannend. Ich gehe ja hier und da in diese Läden rein. Wenn man nicht wüsste, dass es 2014 ist – es könnte genauso gut 1995 sein oder noch früher. Die ganze Techno-Szene – wie auch der Jazz, mit dem ich aufgewachsen bin – ist unglaublich stagniert. Die Leute sind perfekt geworden, aber es ist wenig Geist und Seele drin.” Quelle

In der Juli/August-Ausgabe des Groove-Magazin veröffentlichte Alexis Waltz einen Artikel rund um die Szenewirtschaft von House & Techno, der jetzt auch komplett, inklusive zusätzlicher Interviews, im Groove-Blog abrufbar ist.

Bereits im Juli machte man mich auf den Artikel aufmerksam, ich laß ihn aber beachtete ihn nicht weiter, da er mir nicht sonderlich wichtig erschient. Erstens liest eh kaum noch jemand Techno-Print (siehe die eingestellte De:Bug), zweitens fand ich ihn sehr pauschalisierend. Aber nun, wo er online ist und damit der ganzen Welt zugänglich, doch hier ein Hinweis für euch ihn zu lesen und eine kurze Einschätzung meinerseits.

Seine Stärke hat der Artikel im recht kompromisslosen Anreißen der kommerziellen Strukturen, die zwischen Veranstaltern und Bookern existieren: Vom Headliner-Business, über die Exklusivierungspraxen hin bin zu der Geschäftstüchtigkeit mancher (ehemaliger?) Szeneakteure und DJs. Da erfahrt ihr einiges, auch zu Veränderungen und Entwicklungen.

Seine Schwächen jedoch sind einerseits die recht pauschalisierenden und boulevardesken Thesen, die Beschreibungen in einen zeitlichen und gesamtheitlichen Kontext rücken sollen: Z.B. Aussagen wie, dass der Nachwuchs heute von Ibiza geprägt werde, oder das 50 bis 60 Headliner die Szene kontrollieren würden. Andererseits reduziert der Text die wirtschaftlichen Abläufe der Szenewirtschaft auf eine reine kapitalistische Erfolgsstory, in der es letzten Endes nur um Geld, Karrieren und Eitelkeiten gehe.

Wer die Vielfalt der Netzwerke kennt weiß, dass es viele Szenekerne und soziale Kreise gibt (Polypolismus), die untereinander recht anschlussunfähig und gar nicht auf dieselben Headliner aus sind; wer viel in Clubs feiern geht der weiß auch, welche Rolle es für eine gute Party spielt, dass die kulturelle Logik die ökonomische Logik dominiert und mit ihr balanciert. Sobald Szeneakteure ein Ungleichgewicht gen Ökonomie assoziieren (“es nur noch ums Geld gehe”), geht die Distinktion gegen Kommerzialismus/Entsubkulturalisierung (Kommerz/Masse/Sellout) los. Betroffene Akteure werden in den Kreisen des subkulturellen Pols marginalisiert und weniger wertgeschätzt.

Letzten Endes sollte man den Text von Alexis Waltz also unter der Prämisse lesen, die in BILD-Manier den Text einführt: “So läuft der Tanz ums große Geld”. Denn in erster Linie erzählt den Text eben über genau diese Menschen und deren Netzwerke, denen es, mehr oder weniger subtil, scheinbar hauptsächlich ums Geld und die Karriere in der Musik geht. Und die sind auch Teil von allem, daher auch mein Tipp den Text zu lesen; aber weder dominieren sie die Abläufe der Szenewirtschaft, noch sind sie repräsentativ für sie. Viele zählen sie in ihre Ambitionen gar nicht mehr zur Szenewirtschaft der Clubkultur, oder meiden aktiv ihre Veranstaltungen. Begriffe wie “Proletzki”, “Prolo Dice” symbolisieren die Abgrenzungen; über z.B. Richie Hawtin muss man wohl weiter keine Worte mehr verlieren icon wink Groove Magazin: Techno Kapitalismus   So läuft der Tanz ums große Geld

Hier gehts zum Artikel von Alexis Waltz:

Hier ein weiterer guter Artikel über das “Big Business” der House/Techno-Szenewirtschaft:

The DJ Booking Industry: An insider’s perspective

Fresh Meat (Berlin Mitte Institut)
Johnny Allwess (Grossstadtvögel)

Meine Playtime 23:45-2:45

omgtuesday 500x701 2.9.2014, Party: OMG Its Tuesday @ RAW 99

indylabelmarkt 500x185 7.9.2014, Independent Label Market in Berlin / Friedrichshain

Das wird mit Sicherheit cool, ab 12 Uhr bis 20 Uhr auf dem Revaler Technostrich:

Sunday 7th September
URBAN SPREE, REVALER STRASSE 9910245 BERLIN, GERMANY

Berlin — Independent Label Market are delighted to announce that they will be holding their first market in Berlin on Sunday 7th September, in partnership with KLS Bookings, Klasse Recordings, Sound Diplomacy and Linie8.

Independent Label Market: Berlin will be taking place at the popular Urban Spree creative space, located on the boarder of Friedrichshain and Kreuzberg, two of Berlin’s most lively areas. The labels will be selling exclusive new releases along with rare and sought after catalogue items. The market will also feature a licensed bar selling craft beers and a selection of stalls selling delicious street food. The event takes place on Sunday 7th September at the end of Berlin Music Week and Berlin Festival and will be a fitting end to a week of music-related happenings in the city.

INDEPENDENT LABEL MARKET: BERLIN
INITIAL LIST OF LABELS ANNOUNCED

Continue reading …

Nun, Klaus Wowereit hat sehr viele politische Möglichkeiten für die Nachfolger offen gelassen: Galoppierende Gentrifizierung in der Innenstadt, gescheite Kulturförderung – und überhaupt erstmal ein grundsätzliches Verständnis dafür, dass das Gross der spannenden Berliner Kulturbetriebe nicht einfach als Wirtschafts- und Standortfaktor und reine Wirtschaftsbetriebe verstanden werden sollten,  sondern als kulturell-intrinsisch motivierte Akteure, die in verschiedenen bottom-up Szenen verwurzelt sind. Für die stehen kulturelle Inhalte über ihrer ökonomischen Verwertung. Eine ökonomistische Instrumentalisierung, der Modus Operandi Berliner Kulturpolitik, widerspricht schon von Grund her ihrem eigentlichen Wesen.

BLN.FM dazu: “Klaus Wower­eit selbst nutzte die Club­szene stets als Aus­hän­ge­schild. Er ver­stand sie aber immer eher als Wirt­schafts­fak­tor, nicht als wert­vol­len Mosa­ik­stein eines gro­ßen Ber­li­ner Kul­tur­puz­zles.”

Der Spiegel dazu: “Das zunehmend gentrifizierte Berlin lebt zwar noch gut von seinem Ruf, aber in nicht allzu langer Zeit wird auch der letzte Tourist bemerkt haben, dass er in den im Reiseführer angepriesenen Szenekneipen keinerlei Szene mehr antrifft, sondern nur noch seinesgleichen.”





Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground





Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground