Saturday night, 3 AM. The floor is full, house music is pumping, everybody is dancing. Two girls enter the DJ booth and ask for certain track names from popular producers (Can you play xxx or xxx from xxx, or do you have anything from Paul Kalkbrenner, Sven Väth, Richie Hawtin ..) or even worse: Ask for Madonna, Jay-Z or Birtney Spears. As a dance music DJ you simply ignore or try to get rid of them. The girls are disappointed, think you are an ass and pretty arrogant, but whatever. It's not your fault! They simply don't recognise the difference of discotheque (DJs are jukeboxes there indeed) and clubs (here they are artists). The GRRR angry DJ explains all this, although he himself seems to rather belong to the discotheque sphere (In another video he talks about playing birthday tracks and 50 Cent icon smile A DJ is an artist, not a jukebox But I love the way he does it, and I want producers to sample him.

Here he kinda tells the opposite icon smile A DJ is an artist, not a jukebox

Here's another funny one: DJs are stupid !

god is a dj God is a DJ?

godisadj God is a DJ?

icon wink God is a DJ?

(Sources: 1 and 2)

Sechs Jahre gibt's Delikat Möbelrücken bereits, und die Erfolgsgeschichte will und will nicht abreißen. Ich selber bin, glaub ich, schon 3-4 Jahre als Resident-DJ dabei und freue mich jedes Mal aufs Neue. Habe bereits viele tolle Möbelrücken-Veranstaltungen erlebt, tolle DJ-Sets gehört, viele Freunde kennengelernt und selbst schon ein paar Tage lang Möbelrücken bespielt (wenn man die einzelnen Set-Zeiten zusammenzählt … icon smile 04.02.2012, Club Party: 6 Jahre Möbelrücken Extrem @ Ritter Butzke mit Piemont, youANDme, Fresh Meat + many more . Das Sechsjährige-Bestehen wird mit dem Gästen von Piemont und youANDme garniert, ansonsten gibt es viele, die uns mit ihrer schönen Musik und fabelhaften Sets die Stunden vertrieben haben. Vielen Dank an Andreas für bisherige tolle sechs Jahre, die Möbelrücken-Crew und die anderen Resident-DJs rund um A3000, Pitt & Bone, Hüftschwinger, Duasen und Cinthie icon smile 04.02.2012, Club Party: 6 Jahre Möbelrücken Extrem @ Ritter Butzke mit Piemont, youANDme, Fresh Meat + many more Andreas, auf weitere sechs Jahre !

#Blackfloor
Piemont (my best friend / plumbum)
youANDme (cocoon / rekids)
Soukie & Windish (liebe*detail / ursl)
Empro (homesweethome)
Hypnorex (sportbrigade sparwasser)
David Dorad (bachstelzen)

#Ölfasslager
Toni Haupt (telekollegen)
Fresh Meat (berlin mitte institute)
Vlada Janjic (b92 / belgrad)
Pitt (delikat)

#Wohnzimmer
Duasen (funkmachine)
Mitch Alive (soulclap! / funkstation)

#Holzhütte
Mensch gegen Maschine (delikat)
Hüftschwinger (möbelrücken)
Old Deli Bastards (delikat)
u.v.m.  (Read more…)

Wie bitte? Techno und Religion, was sollen denn diese Phänomene bitteschön miteinander zu tun haben? Gerade in der Techno-Szene bewegen sich schließlich viele IndividualistInnen und HumanistInnen, welche sich als "post-Papst", "post-religiös", usw. verstehen. Diese versuchen sich doch bewusst dem Einfluss institutionalisierter Religionen oder sonstweder religiöser Inhalte zu entziehen – und manche gehen sogar aktiv gegen diese vor: Sei es lediglich als Meinungsäußerungen auf Facebook, mit dem Posten religionskritisch-ironischer Cartoons – oder sogar dem Besuch von Demos gegen der Papstbesuch?! Man will sich doch nicht von diesen "falschen" und wissenschaftlich nicht verifizierbaren Inhalten ins eigene Leben reden lassen!

Nun, der Kulturanthropologe Dr. Graham St. John findet in diesen "post-traditionalen" Szenen elektronischer Tanzmusik dennoch zahlreiche religiöse Elemente und zeichnet diese in einem Überblickstext nach. Basierend auf der berühmten Thomas-Luckmann-These von 1967, nach der Religion mit der Individualisierung und Demokratisierung nicht verschwunden ist, sondern lediglich eine neue Sozialform angenommen hat, zeigt St John an vier Dimensionen der Technokultur die neuen Formen des Religiösen. Der wesentliche Wandel liegt in einem Abbau kirchlicher Religionen hin zu einer Privatisierung der Religion. Die großen Ideologien des Atheismus haben lediglich zu einer Invisibilisierung religiöser Formen beigetragen und kirchliche Formen von Religion zurückgedrängt, nicht aber die Religion als Teil menschlicher Existenz. Denn diese existiert nun als private, pluralisierte Formen in verschiedenen spirituellen Zusammenhängen, wie sie sich auch in Musikszenen wiederfinden lassen.

Um jedoch dem Ansatz von St John folgen zu können, muss man sich mit dem Religionsbegriff des Religionssoziologen Thomas Luckmann auseinandersetzen. Ansonsten ist jeder Zugang zur Interpretation seiner Deutungen vorneweg zum Scheitern verurteilt, da sich unser alltägliches Verständnis von Religion (z.B. als Verblendungsmaschinerie der Massen mit dem Motor des Glaubes, aber nicht der Wahrheit) vom Luckmann'schen deutlich unterscheidet. Dazu aus einer Rezension einer Neuauflage des Klassikers "Die unsichtbare Religion" von Ingo Mörth (PDF-Link):

 

'Spannend ist nach wie vor das Sich-Einlassen auf die Grundüberlegung Luckmanns zur zentralen Frage der Religionssoziologie, nämlich "Ursprung, Funktion und Gehalt" (Dux) der Religion. Transzendenz des biologischen   Wesens, Vergesellschaftung der Gattungsmitglieder durch die"Weltansichten" einer soziohistorisch gegebenen Kultur und Individuation der Personen zu Menschen mit selbstreflexiver Identität: das sind die anthropologisch begründeten funktionalen Fundamente des "Religiösen", ja die ersten, universellen Formen überhaupt:

"Die Individuation des Bewußtseins und des Gewissens eines historischen Individuums geschieht weniger durch eine originäre Neuerschaffung von Weltansichten als durch die Internalisierung einer schon vorkonstruierten Weltansicht … Hatten wir vorhin die Weltansicht als eine universale gesellschaftliche Form der Religion definiert, so können wir entsprechend die persönliche Identität als eine universale Form der individuellen Religiosität definieren." (Originalzitat, S. 109)  

Weltansicht = Religion/Religiosität = persönliche Identität lautet die Luckmannsche Gleichung, an der er im Text der "Unsichtbaren Religion" auch keinen Zweifel läßt:

"Nicht einzelne Deutungsschemata (als Bestandteile der Weltansicht, I.M.) erfüllen eine religiöse Funktion. Es ist vielmehr die Weltansicht als ganze, als einheitliche Sinnmatrix." (S. 93); "

Wir sagen, daß der Organismus zur Person wird, indem er seine Natürlichkeit transzendiert. Daraus folgern wir, daß es sich  um einen grundlegend religiösen Vorgang handelt." (S. 87) '(Quelle: Ingo Mörth)

 

Die Technokultur bietet uns also zahlreiche Möglichkeiten an, uns als individuelle und autonome Personen wahrzunehmen und dadrin als Letztdeutung das Wesen des Seins zu sehen. Es eröffnet uns Spielräume darin fundamental zu verstehen, was uns ausmacht und was nicht – und das erfahren wir in ihren kulturellen Riten und Praxen. Jedoch steckt dies in historischen Deutungsräumen und entsprechenden Weltsichten, die uns vorgeben zu sagen, was wir wirklich sind, was uns im Kern wirklich ausmacht – und wir uns dann entsprechend auch so wahrnehmen. Diese Wirklichkeitsangebote des Individuellen und Autonomen, des Herrschens über sich selbst, gelten in diesem Falle als Letztdeutungen – so wie die Sachen eben wirklich sind und auch sein sollen. Und das ist dann ihr religiöser Charakter, die Momente der Sinnkonstruktion.

Nach St John sind diese vier Dimensionen des Religösen in der Technokultur:

"the cultural religion of EDMC expressed through ‘ritual’ and ‘festal’; subjectivity, corporeality and the phenomenological dance experience (especially ‘ecstasy’ and ‘trance’); the dance community and a sense of belonging (the ‘vibe’ and ‘tribes’); and EDMC as a new ‘spirituality of life’. Moving beyond the cultural Marxist approaches of the 1970s, which held youth (sub)cultural expressions as ‘ineffectual’ and ‘tragic’, and the postmodernist approaches of the early 1990s, which held rave to be an ‘implosion of meaning’, recent anthropological and sociological approaches recognise that the various manifestations of this youth cultural phenomenon possess meaning, purpose and significance for participants."

Den Text vom St John (2006) gibt es hier umsonst und komplett zum Runterladen, viel Spaß beim Lesen und Reflektieren icon smile Die religiösen Dimensionen der Techno Szene CLICK
(Electronic Dance Music Culture and Religion: An Overview)

Die religiöse Dimension menschlicher Kultur spendet Sinn, Identität und Zweck, gibt Ordnungsrahmen des Handelns vor und offeriert oftmals auch Antworten auf Fragen des Übernatürlichen und Transzendenten. Damit macht sie diese in szenespezifischen Formen erleb- und erfahrbar. Während wir Sinn und Zweck früher aus starren kirchlichen Institutionen oftmals übergezwungen bekamen, suchen wir heutzutage unsere Sinninhalte und Handlungszwecke auf pluralisierten Deutungsmärkten des Religiösen: Und die Technokultur wird auf diesen ebenfalls verhandelt. Techno gibt uns als etablierte und lebendige Kultur eine Menge Orientierungen und ekstatischer Erlebnisse. Hinzu kommen standardisierte Rituale des Clubbings, Feierns und Auflegens, das starke körperlich-spirituelle Erlebnis beim Tanzen, die gefühlte Kollektivität auf der Tanzfläche, sich selbst auf der Party zu vergessen, das Verstehen von "Partyvibe" und "Groove", wenn der Dancefloor "am Kochen" ist, man sich in der tanzenden Masse aufgehen lässt, durch Drogen die Wahrnehmung verändert – das sind alles religiöse Formen der Spiritualität, Transzendenz und Außerkörperlichkeit (Ekstase). Zeit und Raum treten in Vergessenheit, die Party verzeiht dir alles, was vorher war und danach kommen wird, man lässt sich kontrolliert auf bestimmte Zeit fallen und von einer fremden Kraft treiben. Körper und Seele werden eins, der Unterschied zwischen dir und den anderen verschwimmt. – das Erleben von Trance. Und vorne steht (jetzt übertreibe ich icon wink Die religiösen Dimensionen der Techno Szene der DJ als Priester auf dem Podest und steuert die Zeremonie Party mit seinen Werkzeugen. (Read more…)

Alexi Delano (Clink, Drumcode)
Agaric (Ovum, We Are)
A Guy Called Gerald (Sender, Perlon)
Marcus Meinhardt b2b Empro (Upon You)
Cinthie (Stattbad)
Daniel Dreier (Highgrade)
Fresh Meat (Berlin Mitte Institute)
Klein & Meister (Micro.Fon, Silent Steps)
Andrejko & Hacket (Stattbad)

More info coming soon

Stattbad logo new 11.02.2012, Club Party: Stattnacht @ Stattbad Wedding with Alexi Delano, A Guy Called Gerald, Fresh Meat + many more

Here you maybe have a an easy answer: It is missing the 4 chords pattern that it takes to produce mass compatible popular music. But what about house and tech-house? Many house music melodies and groove patterns are based on very few chords too.

"Der englische Ausdruck „Loudness war“ oder „Loudness race“ (im Deutschen etwa übersetzt mit „Lautheitskrieg“ oder „Lautheits-Wettrennen“) bezeichnet die zunehmende Tendenz der Musikindustrie, Musik in allmählich immer höheren Lautheitspegeln – nicht zu verwechseln mit Lautstärkepegeln – zu produzieren, um einen Klang zu erzeugen, der sich von dem anderer Künstler abhebt." (Quelle: Wikipedia)

Sound-Meister Monolake aka Robert Henke zeigt praktisch, wie sich der Wettbewerb um Lautheit auf Sound auswirkt:


Mastering – a step by step guide to good sound
by monolake

This ironic picture of a computer plugin aims at criticising the common practise of house & techno producers around 2006-2008 to (re-)produce a very similar sound (minimal techno) inspired by certain artists (Minilogue, Wighnomy Brothers, etc.) using little innovativeness. Nowadays (January 2012) this sound is widely no more present in clubs, since modern forms of deep house (bongo and chord sounds), (nu-) disco and dark techno are presently the mainstream of the underground.

everything minimal vst Everything Minimal VST Plugin: The Mainstream of the Underground

Edith: Great addition by Snitch as a further (self ironic?) example: Why are all the vocals pitched down so low? Cos this is the way we make techno.

Vinyl vs. MP3, phisical vs. digital Djing. Are you dealing with this long term discussion within the dj culture, sometimes being told that your are just a conservative vinyl fanatic being afraid of progress? Or  have you been accused of not  being a proper DJ because you play with Traktor Skratch and use the revolutionary Sync button only? Wish to know about scientific views on this? Then read "Should one applaud? Breaches and Boundaries in the Reception of New Technology in Music" by Pinch & Bijsterveld (2003) in general terms. And the article  "How do you know he's not playing Pac-Man while he's supposed to be DJing?" by Australian popular music scientist Ed Montano (2010) especially on the dj culture. Both are really worth it ! One is free on the net, the other one has to be paid for. Enjoy icon smile The DJing Format War: MP3 (Files) vs. Vinyl

Download Ed Montano full PDF for free: CLICK

Montano, Ed. 2010. “How Do You Know He's Not Playing Pac-Man While He's Supposed to Be DJing?: Technology, Formats and the Digital Future of DJ Culture.” Popular Music 29:397-416.

Abstract: In light of the growing literature on DJ culture, this article explores how technological change is having a significant impact on specific areas of music production and distribution within contemporary electronic dance music culture. An ethnographic methodology is employed, based around research conducted in the Sydney dance music scene between 2002 and 2007. The aim of the article is to reveal some of the discourses and reactions in DJ practice that result from shifts in technology. With the increasing use of CDs, mp3s and computer programs such as Ableton Live, the notion that vinyl and turntables represent the authentic technology of DJ culture seems somewhat redundant. The physical movement required to mix vinyl records has meant that the associated skills of DJing have become bound up in notions of physical and visible manipulation of technology, and so the use of technology that does not require and afford such physical expression has raised questions around the fundamental skills of DJing. As such, it would seem that there needs to be a redefinition of the concept of DJing, and a reframing of the skills and abilities seen as being essential to DJ practice. (Source)

laptop djs e1283839559729 The DJing Format War: MP3 (Files) vs. Vinyl(Photo source)

Pinch, T. J. (Trevor J.), und Karin Bijsterveld. 2003. “Should One Applaud? Breaches and Boundaries in the Reception of New Technology in Music.” Technology and Culture 44:536-559. Abstract: The debate surrounding the introduction of new musical instruments is examined as a way to elicit norms underlying musical practice and culture. The paper details the introduction of three twentieth century instruments: the player piano, the "noise instruments" of the futurists and the electronic music synthesizer. The responses to these new instruments both among classical performers and in the realm of popular culture reveal how traditional norms of musical creativity associated with personal achievement have been supplemented with new norms of democratized leisure and how with the emergence of the noise instruments and synthesizer a new value has been placed upon "uncertainty recontrolled". The paper explores the tension between continuity and change in regard to these musical norms and values. (Source, buy article here)

ilovemyrecordstyuj thumb The DJing Format War: MP3 (Files) vs. Vinyl

(Photo source)

 



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Techno Szene, Berlin Mitte Institut für Bessere Elektronische Musik, Underground

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